Vor 20 Jahren änderte sich das Leben von João Varela, 47 Jahre, von einer Sekunde auf die andere. Seit einem Autounfall ist er gelähmt. João war auf dem Weg nach Faro, als ihm plötzlich ein Wagen auf seiner Spur entgegen kam. Er konnte nicht mehr ausweichen. Der Leidensweg begann. Nach einem zweiwöchigen Aufenthalt im Krankenhaus von Faro wurde er ins Curry Cabral Krankenhaus in Lissabon verlegt. Einige Monate später schickten ihn die Ärzte nach Hause, obwohl er keine Kontrolle über seine Arme und Beine hatte. João gab nicht auf. Ein Arzt aus seinem Bekanntenkreis ermöglichte es ihm, sieben Jahre später erneut in einem Lissabonner Krankenhaus behandelt zu werden. Nach drei Monaten konnte João wieder stehen, sich aber weiter nicht bewegen, da in der Wirbelsäule noch ein Nerv eingeklemmt war. Es folgte eine weitere Operation im Santana-Krankenhaus in Cascais. Danach konnte João wenigstens seine Arme wieder bewegen. Zurück in Quarteira konnte er die Physiotherapie nicht fortsetzen. "Ich musste von den Bombeiros zu Hause abgeholt werden. Damals wohnte ich in einer Wohnung im dritten Stock ohne Aufzug. Nachdem sie mich zwei oder drei Mal abholten, weigerten sie sich, das weiter zu machen". Eine andere Möglichkeit hatte er nicht. Wieder verlor er die Beweglichkeit seiner Arme. Als seine Frau starb, zog er in eine WohÂnung im Erdgeschoss. Der Umzug erleichterte seinen Zugang zur Umwelt. Vor einem Jahr wurde er erneut operiert. Dieses Mal, um den Nerv im Nackenbereich freizulegen. Zurzeit erholt er sich im Misericordia-Krankenhaus in Portimão. Seine Arme kann er wieder bewegen. Und für seine Beine gibt es auch Hoffnung. Die nächsten drei Monate wird er noch in Portimão bleiben, danach kommt er ins Rehabilitationszentrum. Joãos Wunsch ist es, sein Leben wieder so unabhängig wie möglich weiterzuführen. "Meine beiden Töchter sind verheiratet und haben Kinder, ich will keine Last für sie sein. Und mein 23-jähriger Sohn sollte eigentlich studieren. Er musste aber wegen meiner Situation darauf verzichten." Wer mit João spricht, ist von seiner Lebenseinstellung und seinem Optimismus beeindruckt. "Ich gebe nie auf. Meine Arme kann ich wieder bewegen. Ich werde auch wieder gehen können. Ich muss nur fest daran glauben und ein bisschen Geduld haben. Man darf nie die Hoffnung aufgeben." Den anderen Autofahrer hat er nie kennengelernt. Er hat ihn auch nicht verklagt. "Er war auch schwer verletzt. Ihn anzuklagen, hätte ihm noch mehr Probleme gebracht und mir nicht geholfen. Ich fühlte weder Wut noch Hass gegen diese Person. Diese Gefühle helfen nie." Damit seine Muskeln nicht atrophieren, braucht er täglich Physiotherapie, auch ein spezielles Kissen, das das Wundliegen verhindert. In einem Jahr steht ihm eiÂne weitere Operation vor. João braucht Unterstützung. "Aktion Lichtblicke" übergab ihm € 1.000 und sammelt nun für einen elektrischen Rollstuhl, den Thomas Decker von der Firma SulCare aus Loulé zum Selbstkostenpreis zur Verfügung stellt.
Liebe ESA-Leser, Ihre Spenden sind dazu dringend nötig. Wir danken im Voraus herzlich in Joãos Namen!
Wer die "Aktion Lichtblicke" unterstützen will, kann sich gerne an die Redaktion wenden, Tel.: 282 341 059/60 oder direkt auf das "Aktion Lichtblicke"-Konto von Editurismo spenden, Stichwort: João, Banco Espírito Santo NIB-Nummer 0007.0361.00008860018.26 "Aktion-Lichtblicke"
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d ESA sammelt auch lange halbare Lebensmittel oder Geldspenden für Weihnachtskörbe, die bedürftigen Menschen in der Algarve zugute kommen. Wer sich an unserer traditionellen Aktion beteiligen möchte, kann die Spenden bei der ESA-Redaktion abgeben oder auf das o.g. Aktion-Lichtblicke-Konto Stichwort Weihnachten, überweisen
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Leuchtende Kinderaugen Ana Christina und ihr Ehemann leben mit ihren 5 Kindern in einer kleinen Wohnung, die aus einer Mini-Küche, Bad und 2 Schlafzimmern besteht. José arbeitet auf Baustellen und sorgt allein für die 7-köpfige Familie, seit sich Ana vor 5 Jahren den Fuß gebrochen hat und nie wieder Arbeit fand. Bei dem ersten Gespräch mit Ana stellt ESA-Redakteurin Anabela Gaspar fest, dass die Familie dringend einen neuen Kühlschrank, Tisch und Stühle für die Küche benötigt. Ana erzählt, dass es ihnen kürzlich gelungen war, mit Genehmigung des Hausherrn ein drittes Zimmer anzubauen. Dort sollen die beiden älteren Kinder Cátia (15) und Paulo (13) schlafen. Doch die Möbel fehlen. "Aktion Lichtblicke" sorgte zusammen mit Conforama, Retail Park Guia (Spende: Kühl-Kombination und Kleiderschrank) Moviflor, Retail Park Alvor (Spende: Preisnachlass auf Stockbett, Tisch und Stühle) und an Climax (Spende: Matrazen). Unser Dank und der von Ana Christinas Familie geht an Alle, die auf das Lichtblicke-Konto eingezahlt haben.
Lichtblick in schwierigen Zeiten Bodo Gatermann und Antonietta (s. ESA 01/04 und 10/06) beglückten auch dieses Jahr wieder Not leidende Familien in Monchique und Umgebung mit Weihnachtspaketen. Wir sagen Danke. Überraschend organisierte Bodo dies, um die vor drei Jahren gestartete Aktion zu erneuern. Grund genug, um jetzt nach Weihnachten sich bewusst zu machen, dass viele Menschen das ganze Jahr über Unterstützung brauchen, nicht nur zum sentimentalen Weihnachtsfest. So besuchte Bodo auch eine Mutter mit 7-jährigem Kind, das schwer an Krebs erkrankt ist, und einen Vater von drei kleinen Kindern, der bei einem Arbeitsunfall kürzlich beide Beine verlor.
Ein Bus fürs Tierheim
Nachdem Carmen Jasinzkys langjähriger Lebensgefährte Thomas Unger verstarb, beschloss die deutsche Tierfreundin dem Tierheim A.A.A.A. (Associação dos Amigos dos Animais Abandonados) in Loulé Ungers geliebten VW-Bus zu spenden. Zusammen mit Michaela und Andreas Frühholz und Alexandra Röning machte sich Carmen auf den Weg. Sie fuhren 3.300 km auf eigene Kosten und übergaben den Wagen an A.A.A.A.-Präsidentin Lilo Kranendonk. Doch auf die Verwaltung des Tierheims wartete der unendliche Weg der Bürokratie i. S. "Autoeinfuhr". Nach mehreren Behördengängen waren € 960 Einfuhrsteuer innerhalb von 40 Tagen fällig, um das Fahrzeug mit portugiesischer Nummer auf das Tierheim zulassen zu können. "Aktion Lichtblicke" übernahm diese von Brüssel immer wieder ins Visier genommene Steuer, damit das Tierheim endlich über ein geeignetes Transportmittel verfügt.
Lilo Kranendonk (2. v.r.) bei der Spendenübergabe
Endlich Licht
Der Lions-Club Vilamoura sammelt für die Operation eines erblindendes Mädchens. Ein Augenchirurg und Lions-Member, der nicht genannt werden möchte, operiert ohne Honorar. Für die Krankenhauskosten müssen Spender gefunden werden. Aktion Lichtblicke", sagte spontan Ja und spendete € 1.000. Noch fehlen rund € 5.000.
v.l.n.r. Herculano Borges (Präsident Lions Vilamoura), Wieland Wagner (Verleger), Gaby Wagner (Chefredakteurin der ESA und Schirmherrin der "Aktion Lichtblicke"),Dr. Carla Huber (ESA-Mitarbeiterin und Mitglied der Lions)
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