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ESA 12/07
Menschen in Not
Vor 20 Jahren änderte sich das Leben von João Varela, 47 Jahre, von einer Se­kunde auf die andere. Seit einem Auto­unfall ist er gelähmt. João war auf dem Weg nach Faro, als ihm plötzlich ein Wagen auf seiner Spur entgegen kam. Er konnte nicht mehr ausweichen. Der Leidensweg begann.
Nach einem zweiwöchigen Aufent­halt im Krankenhaus von Faro wurde er ins Curry Cabral Krankenhaus in Lissabon verlegt. Einige Monate später schickten ihn die Ärzte nach Hause, obwohl er keine Kontrolle über seine Arme und Beine hatte.
João gab nicht auf. Ein Arzt aus seinem Bekanntenkreis ermöglichte es ihm, sie­ben Jahre später erneut in einem Lissabonner Krankenhaus behandelt zu werden. Nach drei Monaten konnte João wie­der stehen, sich aber weiter nicht bewegen, da in der Wirbelsäule noch ein Nerv eingeklemmt war. Es ­folgte eine weitere Operation im San­tana-Kranken­haus in Cascais. Danach konnte João wenigstens seine Arme wieder be­wegen. Zurück in Quarteira konnte er die Physio­therapie nicht fortsetzen. "Ich musste von den Bom­beiros zu Hause abgeholt werden. Damals wohnte ich in einer Wohnung im dritten Stock ohne Aufzug. Nachdem sie mich zwei oder drei Mal abholten, weigerten sie sich, das weiter zu machen". Eine andere Möglichkeit hatte er nicht. Wieder verlor er die Beweglichkeit seiner Arme. Als seine Frau starb, zog er in eine Woh­nung im Erdgeschoss. Der Umzug erleichterte seinen Zugang zur Umwelt.
Vor einem Jahr wurde er erneut ope­riert. Dieses Mal, um den Nerv im Nacken­bereich freizulegen. Zurzeit erholt er sich im Misericordia-Krankenhaus in Portimão. Seine Arme kann er wieder bewegen. Und für seine Beine gibt es auch Hoffnung.
Die nächsten drei Monate wird er noch in Portimão bleiben, danach kommt er ins Rehabilitationszentrum. Joãos Wunsch ist es, sein Leben wieder so unabhängig wie möglich weiterzuführen. "Meine beiden Töchter sind verheiratet und haben Kinder, ich will keine Last für sie sein. Und mein 23-jähriger Sohn sollte eigentlich studieren. Er musste aber wegen meiner Situation darauf verzichten."
Wer mit João spricht, ist von seiner Lebenseinstellung und seinem Optimis­mus beeindruckt. "Ich gebe nie auf. Meine Arme kann ich wieder bewegen. Ich werde auch wieder gehen können. Ich muss nur fest daran glauben und ein bisschen Geduld haben. Man darf nie die Hoffnung aufgeben."
Den anderen Auto­fahrer hat er nie kennengelernt. Er hat ihn auch nicht verklagt. "Er war auch schwer verletzt. Ihn anzuklagen, hätte ihm noch mehr Probleme gebracht und mir nicht geholfen. Ich fühlte weder Wut noch Hass gegen diese Person. Diese Gefühle helfen nie." Damit seine Muskeln nicht atrophieren, braucht er täglich Physiotherapie, auch ein spezielles Kissen, das das Wundliegen verhindert. In einem Jahr steht ihm ei­ne weitere Ope­ration vor.
João braucht Unter­stüt­zung. "Aktion Lichtblicke" übergab ihm € 1.000 und sammelt nun für einen elektrischen Roll­stuhl, den Thomas Decker von der Firma SulCare aus Loulé zum Selbstkostenpreis zur Verfügung stellt.

Liebe ESA-Leser, Ihre Spenden sind dazu dringend nötig.
Wir danken im Voraus herzlich in Joãos Namen!

Wer die "Aktion Lichtblicke" unterstützen will, kann sich gerne
an die Redaktion wenden, Tel.: 282 341 059/60 oder direkt auf das
"Aktion Lichtblicke"-Konto von Editurismo spenden,
Stichwort: João, Banco Espí­rito Santo
NIB-Nummer 0007.0361.00008860018.26

"Aktion-Lichtblicke"
 
 
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ESA sammelt auch lange halbare Lebensmittel
oder Geldspenden für Weihnachtskörbe,
die bedürftigen Menschen in der Algarve zugute kommen.
Wer sich an unserer traditionellen Aktion beteiligen möchte,
kann die Spenden bei der ESA-Redaktion abgeben oder
auf das o.g. Aktion-Lichtblicke-Konto
Stichwort Weihnachten, überweisen

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ESA 1/07
"Aktion Lichtblicke"

al107fam1.jpgLeuchtende Kinderaugen
Ana Christina und ihr Ehemann leben mit ihren 5 Kindern in einer kleinen Woh­nung, die aus einer Mini-Küche, Bad und 2 Schlafzim­mern besteht. José arbeitet auf Baustellen und sorgt allein für die 7-köpfige Familie, seit sich Ana vor 5 Jahren den Fuß gebrochen hat und nie wieder Arbeit fand.
Bei dem ersten Gespräch mit Ana stellt ESA-Redakteu­rin Anabela Gaspar fest, dass die Familie dringend einen neuen Kühlschrank, Tisch und Stühle für die
al107fam2.jpgKüche benötigt. Ana erzählt, dass es ihnen kürz­lich gelungen war, mit Ge­neh­migung des Hausherrn ein drittes Zimmer anzubauen. Dort sollen die beiden älteren Kinder Cátia (15) und Paulo (13) schlafen. Doch die Möbel fehlen. "Aktion Licht­blicke" sorgte zusammen mit Confo­rama, Retail Park Guia (Spen­de: Kühl-Kombi­na­tion und Kleiderschrank) Moviflor, Re­tail Park Alvor (Spende: Preis­nachlass auf Stock­bett, Tisch und Stühle) und an Cli­max (Spende: Matrazen).
Unser Dank und der von Ana Christinas Familie geht an Alle, die auf das Licht­blicke-Konto eingezahlt haben.

 


 

al107bodo.jpgLichtblick in schwierigen Zeiten
Bodo Gatermann und An­to­nietta (s. ESA 01/04 und 10/06) beglückten auch dieses Jahr wieder Not leidende Familien in Monchique und Umgebung mit Weihnachts­paketen. Wir sagen Danke. Überraschend organisierte Bodo dies, um die vor drei Jahren gestartete Aktion zu er­neuern. Grund genug, um jetzt nach Weih­nachten sich bewusst zu machen, dass viele Menschen das ganze Jahr über Unter­stützung brauchen, nicht nur zum sentimentalen Weihnachtsfest. So be­such­te Bodo auch eine Mutter mit 7-jäh­rigem Kind, das schwer an Krebs erkrankt ist, und einen Vater von drei kleinen Kindern, der bei einem Arbeitsunfall kürzlich beide Beine verlor.




Ein Bus fürs Tierheim

Nachdem Carmen Jasin­z­kys lang­jähriger Lebensge­fährte Thomas Unger verstarb, beschloss die deutsche Tier­freundin dem Tierheim A.A.A.A. (Associação dos Amigos dos Animais Abando­nados) in Loulé Ungers ge­liebten VW-Bus zu spen­den. Zusammen mit Michaela al107bus.jpgund Andreas Frühholz und Alexan­dra Rön­ing machte sich Carmen auf den Weg.
Sie fuhren 3.300 km auf ei­gene Kosten und übergaben
den Wagen an A.A.A.A.-Prä­siden­tin Lilo Kra­nendonk.
Doch auf die Ver­wal­tung des Tier­heims war­tete der unendliche Weg der Bürokratie i. S. "Auto­ein­fuhr". Nach meh­reren Behör­den­gängen waren € 960 Ein­fuhr­steuer innerhalb von 40 Tagen fällig, um das Fahrzeug mit por­tu­gie­sischer Nummer auf das Tierheim zu­lassen zu können.
"Aktion Lichtblicke" übernahm diese von Brüssel im­mer wieder ins Visier genommene Steuer, damit das Tier­heim end­lich über ein ge­eignetes Transportmit­tel verfügt.

 

Lilo Kranendonk (2. v.r.) bei der Spendenübergabe

 



al107lions.jpgEndlich Licht

Der Lions-Club Vilamoura sammelt für die Operation eines erblindendes Mädchens. Ein Augenchirurg und Lions-Member, der nicht genannt werden möchte, operiert ohne Honorar. Für die Krankenhauskosten müssen Spender gefunden werden. Aktion Lichtblicke", sagte spontan Ja und spendete € 1.000. Noch fehlen rund € 5.000.

v.l.n.r. Herculano Borges (Präsident Lions Vilamoura), Wieland Wagner (Verleger), Gaby Wagner (Chefredakteurin der ESA und Schirmherrin der "Aktion Lichtblicke"),Dr. Carla Huber (ESA-Mitarbeiterin und Mitglied der Lions)






ESA 1/06
Doppelte Bescherung
m vergangenen Monat ging ein Scheck an die Wohl­tä­tigkeits-Insti­tution "Centro de Aco­lhimento tem­porário", CAT (s. ESA 12/05), der zum Wohl der Kinder eingesetzt wurde. Es wurden Schuhe ge­kauft und es blieb sogar noch Geld für eine Geschirr-Spül­ma­schine übrig. Doch der Weihnachtsmann kam noch ein zweites Mal und brachte den Kindern Bücher, Com­puter­spiele, Trai­nings­an­züge und neue Schultaschen. An der Finanzierung dieser Über­rasch­ungen beteiligte sich die von der ESA ins Leben gerufene "Aktion Lichtblicke", die Rechts­anwältin Dr. Ana Maria Silvestre im Namen des Lions Club von Lagoa, sowie Dr. Maria Custódia Martins vom Lions Club Vilamoura.
Das Team von "Entdecken Sie Algarve" dankt allen Spen­dern für ihre Hilfe in 2005. Ihre Unter­stützung wird auch in die­sem Jahr dankbar ange­nom­men.