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Algarve News PORTUGAL

08.02.13 
Algarve: Projecto Querença

Nachdem die regionale Zeitung Barlavento das Projekt Querença zum besten Projekt des Jahres 2012 ausgezeichnet hatte, wurde es nun auch vom Wirtschaftsministerium gelobt. Das Projekt Querença sei ein Beispiel in Sachen nachhaltiger Entwicklung des Hinterlandes, so der Wirtschaftsminister.
Im Rahmen des Projektes leben neun Studenten der Universität der Algarve aus den Bereichen Landwirtschaft, Landwirtschaftsarchitektur, Umweltwissenschaft, Biotechnologie, Ökotourismus, Design, Marketing und Betriebswirtschaft in Querença, im Hinterland von Loulé und entwickeln nachhaltige Wirtschaftsprojekte. Die Idee stammt von João Ministro, einem engagierten Umweltschützer, der u.a. auch für das Projekt des Wanderweges Via Algarviana zuständig war (s. ESA 2/12).

 

04.02.13 
Algarve-Feuer: Wiederaufbau

Für heute ist der Beginn des Wiederaufbaus der vom verheerenden Feuer zerstörten Häuser in São Brás de Alportel angekündigt, das gab der Bürgermeister bekannt. Für sieben Häuser wurden von der Regierung nun 202.000 Euro freigegeben. Das ist rund die Hälfte des definitiv zugesagten Geldes. Der Rest soll noch freigegeben werden, innerhalb von 24 Monaten seit der Zerstörungen sollen alle Häuser wieder stehen. Eigentlich hätten die Bauarbeiten schon früher beginnen können, doch es wurde auf die Unterstützung gewartet, so Bürgermeister António Eusébio. Trotz der späten Auszahlungen ist er mit der Unterstützung der Familien zufrieden. Jedoch seien die Mittel für die Stabilisierung des Bodens, die Verlegung der Wasserleitungen und die Wiederherstellung der Wege nicht ausreichend. Insgesamt wurden von der Regierung 1,5 Millionen Euro für die betroffenen Gemeinden zugesagt.

Zwischen 18. und 21. Juli 2012 wütete ein verheerender Waldbrand und zerstörte im Hinterland von Tavira und São Brás de Alportel eine Fläche von 24.000 Hektar (ESA online berichtete ausführlich).

 

31.01.13 
Algarve: Sicherheitsprogramm

Das nach zahlreichen Einbrüchen in allein stehende Häuser Ende 2009 im Jahr 2010 ins Leben gerufene Programm „Residência Segura“ umfasst nun 5.000 Häuser in der Region, so das GNR-Kommando in Faro.
Das Programm startete in Alfeição, Loulé, mit nur 61 Häusern, nachdem in vielen Villen eingebrochen worden war und oft auch die Bewohner mit Gewalt bedroht wurden. Die Häuser waren meist sehr abgelegen und daher schwer zu finden. Dazu kam die Sprachbarriere zwischen den Bewohnern und der Polizei, da die meisten Häuser ausländischen Residenten gehörten. Nun sind allein in Loulé 2.138 mit dem Sicherheitsprogramm der GNR „Residência Segura“ verbunden.

 

28.01.13 
Algarve: Realität vs Zahlen

Demnächst wird eine neue Verordnung bezüglich der staatlichen Finanzierung der regionalen Tourismusverbände erlassen. Der Vorsitzende des Tourismusverbandes der Algarve ERTA, Desidério Silva, will sich dafür einsetzen, dass die reale Gewichtung der Region berücksichtigt wird.
Die Verordnung sieht vor, dass die staatliche Subvention von den offiziellen Betten- und Übernachtungsdaten der jeweiligen Regionen abhängt. In der Algarve blieben diese Daten jedoch weit hinter der Realität zurück, da viele der Übernachtungen von Touristen in der Region statistisch nicht erfasst würden, so Desidério Silva. Er will daher, dass auch die Ferienwohnungen und andere private Unterkünfte mit eingerechnet werden.

 

23.01.13 
Portugal: Längere Laufzeit für Kredit

Die Euro-Gruppe verlängerte den Hellenen die Laufzeit für die Rückzahlung der Hilfskredite um 15 Jahre und weckte damit Begehrlichkeiten in anderen Euro-Krisenländern. Nun fordern auch Portugal und Irland mehr Zeit, um die geliehenen Milliarden an IWF und Euro-Partner zurückzuzahlen. Portugals Opposition unterstützt diese Forderung, ist jedoch der Ansicht, dass der Antrag viel früher hätte erfolgen sollen.
Früher statt später soll nun auch Portugals Rückkehr an den Kapitalmarkt erfolgen. Der Schritt war für September geplant, soll nun jedoch vorgeschoben werden. Da das Haushaltsdefizit im vergangenen Jahr unter fünf Prozent gedrückt werden konnte, würde das Vertrauen der Investoren steigen und Portugal könnte daher schon bald an den Kapitalmarkt zurückkehren, so Finanzminister Vítor Gaspar.

 

22.01.13 
Portugal: Hohe Wellen

Wie das hydrografische Institut mitteilte, wurden in den vergangenen Tagen so hohe Wellen vor Portugals Küste gemessen, wie seit 25 Jahren nicht mehr. Mit 107 Stundenkilometern trafen 19 Meter hohe Wellen auf den Largo da Nazaré. In Sines waren die Wellen 17,5 Meter, in Leixões 15,6 Meter und in Faro 9,1 Meter hoch. Dies waren die Begleiterscheinungen des starken Unwetters am Wochenende.
Bei diesem gab es auch zahlreiche Schäden (ESA online berichtete). Inzwischen gab die Landwirtschaftsministerin Assunção Cristas bekannt, dass die Landwirte eine Entschädigung bekommen werden. Bis zu 75 Prozent des entstandenen Schadens sollen ersetzt werden, so die Ministerin. Dafür wird Geld von einem europäischen Fonds zur Verfügung gestellt. Die Ministerin machte sich ein Bild der Lage auf den Feldern, deren Anbau komplett zerstört ist. „Das Geld für den Wiederaufbau von Gewächshäusern wir so schnell wie möglich bereitgestellt“, so Assunção Cristas.

Link:
Portugal: Unwetter (21.1.2013)

 

21.01.13 
Portugal: Unwetter

Am Wochenende zog ein starkes Unwetter über Portugal. Eine Person starb, 21 wurden verletzt (zwei davon schwer) und die Häuser von 46 Menschen sind vorerst nicht mehr bewohnbar. Viele Häuser und Autos wurden beschädigt, so der nationale Zivilschutz. Bei dem Todesopfer handelt es sich um einen 85-Jährigen. Der Wind war so stark, dass die Haustür den Mann zu Boden schleuderte. Die beiden schwer Verletzten sind Touristen, sie wurden von Ästen eines umfallenden Baumes in Sintra getroffen. Auch sechs Feuerwehrleute wurden bei den Aufräumarbeiten verletzt. Insgesamt gingen beim Zivilschutz 8.000 Meldungen über Schäden ein. Am schlimmsten betroffen waren die Regionen Lissabon, Porto, Santarém und Setúbal. Zeitweise war der Strom ausgefallen. Vom Zivilschutz war im Vorfeld die höchste Warnstufe ausgegeben worden.

 

16.01.13 
Algarve: Neue Bioethanol-Gewinnung

Auf der Universität der Algarve wurde eine Möglichkeit entwickelt, aus Johannisbrot-Mark Bioethanol zu gewinnen. Bisher wurde dieses Mark nur als Tierfutter verwendet. „50 % dieser braunen Masse besteht aus Zucker, der bei niedrigen Temperaturen extrahiert werden kann“, so Emília Costa vom Forschungs-Team der Fakultät für Umwelttechnik und Biotechnologie der Universität der Algarve. Der Abfall vom Johannisbrot konnte bei den Tests gute Ergebnisse bringen. Von der EU wurde vorgeschrieben, dass bis 2020 dem Treibstoff insgesamt 10 % Bioethanol beigefügt werden muss. Wenn das neue Verfahren gut funktioniert, müsse Bioethanol in Zukunft nicht importiert werden, so Costa. Portugal ist neben Spanien und Marokko das Land mit dem größten Johannisbrotanbau. Mit dem Gewinn von Biosprit aus dieser Frucht komme es zu keinem Problem in Bezug auf den Anbau von Lebensmitteln. Denn in den USA werde vor allem Mais und in Europa Getreide zur Bioethanol-Gewinnung verwendet, deshalb gibt es Bedenken in Bezug auf Konkurrenz zur Lebensmittelproduktion.

 

03.01.13 
Algarve: Lösungssuche für EN 125

Neun Monate stehen die Arbeiten auf der EN 125 in der Algarve bereits still. Desidério Silva, Präsident des Tourismusverbandes Turismo do Algarve, wird nun Premierminister Pedro Passos Coelho um ein schnellstmögliches Treffen bitten, damit die Versprechen zur Sanierung der Straße umgesetzt werden. Neben dem schlechten Zustand der Fahrbahn gibt es immer mehr Unfälle auf der Bundesstraße, die EN 125 hat schon den Beinamen „Todesstraße“. Nach einer Nachverhandlung wurden die Investitionen gekürzt und es ist nicht restlos geklärt, wer für die Instandhaltung in diesem Jahr verantwortlich ist. Der Präsident des Tourismusverbandes traf sich kürzlich mit Wirtschaftsminister Álvaro Santos Pereira, um mit ihm über die Verschlechterung der Straße und die Auswirkung auf die Wirtschaft, vor allem den Tourismus, zu sprechen. Daher möchte Pereira, dass die Bauarbeiten so schnell wie möglich wieder aufgenommen werden. Denn die EN 125 fungiere als Durchgangsstraße der Algarve, vor allem auch vom Flughafen zu den Hotels, und sei deshalb ein Spiegel der Region, so Pereira. Ein großes Problem ist, dass seit der Mauteinführung nicht nur die meisten Pkw nicht mehr die Autobahn A 22 benützen, sondern dass auch viel mehr Lkw die EN 125 als Ausweichroute nehmen. Laut Pereira habe der Wirtschaftsminister nach dem Treffen bekräftigt, dass er sich für die Wiederaufnahme der Bauarbeiten einsetzen werde. 

Bereits vor zwei Monaten wurde eine Minimallösung für die Weiterarbeiten seitens der Regierung präsentiert: Die Teilstücke von Odiáxere, Olhão, Luz de Tavira und der EN2 zwischen Faro und São Brás de Alportel werden dabei nicht mehr berücksichtigt. 

 

02.01.13 
Algarve: Radrundfahrt gesichert

Noch im September hieß es vom Veranstalter der Radrundfahrt Volta ao Algarve, dass das traditionelle Rennen für 2013 nicht gesichert sei. Doch nun scheint eine Lösung für die Finanzierung gefunden worden sein. Vom 14. bis 17. Februar wird die Volta ao Algarve 2013 stattfinden, jedoch gibt es eine Etappe weniger als noch im Vorjahr. „Wir erleben durch die starke Wirtschaftskrise, in dem sich das Land befindet, eine unsichere Zeit. Aber es war möglich, eine Lösung zu finden, damit das Rennen stattfinden kann“, so Rogério Teixeira, Präsident des Radvereins der Algarve. Durch den Namen, den sich die Algarve für das traditionelle Rennen bereits gemacht hat, nehmen jährlich zahlreiche internationale Radprofis Teil. Dieses Jahr werden unter anderem Bradley Wiggins, Gewinner der Tour de France und Olympiasieger im Zeitfahren, und Chris Froome, Silbermedaillengewinner bei der Tour de France, in Südportugal erwartet.

 

26.12.12 
Lagos: Decken für Obdachlose

In Lagos werden bis Februar 2013 Decken für Obdachlose gesammelt. Laut Daten des Rathauses gibt es in Lagos 30 Obdachlose, die in diese Situation gedrängt wurden, nachdem sie ihre Arbeitsstelle verloren hatten. „Der Winter ist auch in der Algarve sehr kalt“, erinnern die Zuständigen der beiden Wohltätigkeitsinstitutionen Rede Social de Lagos und Banco de Recursos Lagos Solidário, welche die Aktion ins Leben gerufen haben.
Die Decken können in den Räumlichkeiten des Banco de Recursos abgegeben werden.
Banco de Recursos Lagos Solidário
Rua José Afonso, Lote 23, Cave B, Lagos
ÖZ: Mo 15 h – 17 h, Di – Do 10 h – 12.30 h u. 15 h – 17 h, Fr 10 h – 12.30

 

17.12.12 
Algarve: Tornado-Entschädigungen

Der Tornado am 16. November führte in Silves bei öffentlichen Einrichtungen zu Schäden von € 1,6 Mio., bei Privaten wurden Häuser und Fahrzeuge im Wert von rund € 2,1 Mio. zerstört. In Lagoa sollen € 350.000 Schaden bei öffentlichen Einrichtungen und € 1,1 Mio. bei Privaten entstanden sein. Der Staat gab Ende November bekannt, € 2 Mio. zur Verfügung zu stellen. Ein „ausreichender Betrag“, meinte der Minister für Soziales, da die Versicherungen einen Teil der Schäden übernehmen würden. In vielen Fällen übernahmen die Versicherungen jedoch nicht die Schäden oder sie bewerteten die Schäden zu niedrig.
Doch die meisten Betroffenen werden keine Unterstützung erhalten. Die öffentlichen Gelder stehen lediglich für Reparaturarbeiten bei Hauptwohnsitzen von bedürftigen Familien, die ihre Situation nachweisen mussten, zur Verfügung. Maximal erhält eine Familie für diese Bauarbeiten € 5.030,64. Dazu kommen € 1.676,88 plus € 419,22 pro Familienmitglied für den Erwerb von essentiellen Haushaltsgeräten.
In Lagoa wurden 223 Wohnungen und Fahrzeuge teilweise oder ganz zerstört. Doch lediglich 35 Familien werden die Unterstützung des Staates erhalten. In Silves meldeten 89 Menschen dem Rathaus Schäden. Bislang haben jedoch nur vier alle nötigen Dokumente eingereicht. Abgabetermin ist der 31.12.

 

14.12.12 
Portugal: 3 Tourismus-„Oskars“

In New Delhi, Indien, wurden die „World Travel Awards“ vergeben, Auszeichnungen, die auch als Tourismus-„Oskars“ bezeichnet werden. Drei dieser begehrten Preise gingen nach Portugal: Die portugiesische Fluglinie TAP ist die weltweit führende Airline nach Südamerika, die Vila Jóia das weltweit führende Boutique Resort und das Conrad Algarve das weltweit führende New Resort. Sowohl TAP als auch die Vila Jóia bekamen diese Auszeichnung bereits in den Vorjahren. In insgesamt 11 Kategorien waren portugiesische Firmen oder Regionen nominiert. Bei der Veranstaltung wurden 164 Auszeichnungen vergeben. Die „Word Travel Awards“ gibt es bereits seit 19 Jahren.

 

12.12.12 
Algarve: Tourismus  verzweifelt

In den vergangenen Jahren waren die Hotels der Algarve bereits Anfang Dezember für Silvester ausgebucht. Dieses Jahr liegen die Reservierungen derzeit noch bei zwischen 30 % und 50 %. Keine guten Aussichten für die Tourismusbranche. „Es gibt keine Nachfrage“, so Elidérico Viegas vom Hotelier-Verband AHETA. „Die Menschen erkundigen sich nicht einmal nach den Preisen“. Eine anhand der derzeitigen wirtschaftlichen Lage des Landes und der für das kommende Jahr angekündigten restriktiven Maßnahmen verständliche Situation, so Viegas. Ein weiterer Grund ist, dass den öffentlichen Beamten und den Rentner das diesjährige Weihnachtsgeld nicht ausbezahlt wird.
Über 30 Hotels werden zu den Festtagen geschlossen bleiben. Auch Bar- und Disco-Inhaber machen sich Sorgen und befürchten, dass durch die gesunkene Nachfrage auch die Qualität der angebotenen Veranstaltungen geringer sein wird. „Wir können nicht große Investitionen eingehen, wenn die zukünftige wirtschaftliche Situation momentan unsicher ist“, so ein Sprecher des Bar- und Disco-Verbandes der Algarve.