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Algarve News PORTUGAL

21.02.13 
Algarve: IKEA in Loulé

Die ersten Nachrichten über die Eröffnung einer IKEA-Filiale in der Region wurden schon vor drei Jahren veröffentlicht. Immer wieder wurden die Pläne verschoben. Nun soll es soweit sein. Nachdem der Städterat von Loulé am Freitag den Raumordnungsplan der Urbanização Caliços-Esteval genehmigte, werden die Bauarbeiten im Mai oder Juni beginnen. 2014 will IKEA den Kunden die Türe öffnen.

Das Geschäft des schwedischen Möbelhauses und ein dazugehöriger Retail-Park werden auf einem 40 Hektar großen Grundstück nahe der Zufahrt zur A22 Loulé/Aeroporto gebaut und 3.000 Arbeitsstellen geschaffen.

Das Rathaus schloss zudem ein Vertrag mit IKEA ab, der vorsieht dass das schwedische Unternehmen die Kosten für die Renovierung der Schule von Almancil (100.000 €) übernehmen wird. Auch die Kosten für Sanierungsarbeiten der Zufahrtstraßen zum Algarve-Stadion (100.000 ), der Verbindung zur EN 125 (531.000 ) und den Bau von Radwegen (60.000 ) trägt IKEA 

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26.02.13 
Portugal: Drogenbeschlagnahme

Im vergangenen Jahr nahm die Kriminalpolizei PJ 182 Drogenkuriere an Portugals Flughäfen fest, die versuchten in das Land einzureisen. Laut Rui Sousa von der PJ gibt es immer mehr Menschen, die bereit sind, als Kurier zu fungieren. Alter und Gesellschaftsschicht, würden keine Rolle mehr spielen. Es sei die „Geldnot“, die dazu führe. Ein Kurier kann, anhängig von der Drogenmenge und von dem Ursprungsland, 5.000 bis 10.000 Euro für eine Reise erhalten. Doch die PJ mahnt: „Drogenkuriere werden nicht reich“. 

600 Kilo Kokain und 5 Kilo Heroin wurden beschlagnahmt. Die Mehrheit (42,9 %) transportierte die Drogen im Gepäck, 23,1 %, in der Kleidung oder am Körper befestigt und 18,1 % im Körper. 29,1 % waren Portugiesen, 16,5 % Spanier, 12,1 % Brasilianer, 7,7 % aus Guinea-Bissau. 

Drogenkügelchen im Körper zu transportieren kann lebensgefährlich sein. 2012 starben daran zwei Drogenkuriere. Letztes Jahr nahm die PJ auch einen Passagier fest, der 180 Kügelchen in seinem Organismus hatte. Insgesamt 3 Kilo Kokain. Ein Einzelfall, da normalerweise nicht mehr als 800 oder 1.000 Gramm durch diese Methode geschmuggelt werden.

An ausländischen Flughäfen, vor allem in Brasilien, Spanien und Peru, wurden 145 Portugiesen wegen Drogenhandel festgenommen.

 

18.02.13 
Algarve-Rundfahrt: Deutscher Sieger

Der Deutsche Tony Martin vom Omega Pharma-Quick Step Team gewinnt die Algarve Rundfahrt. In 45.09 Minuten kann er die letzte Etappe von Castro Marim nach Tavira für sich entscheiden. Somit kann er die Goldmedaille mit nach Hause nehmen. Er gewann die Volta ao Algarve bereits im Jahr 2011, im vergangenen Jahr wurde er Zweiter.

Endergebnis: 
1. Tony Martin, Deutschland, 15:36.26 Stunden
2. Michal Kwiatkowski, Polen, + 58 Sekunden
3. Lieuwe Westra, Holanda, +  59 Sekunden
4. Denis Menchov, Russland, + 1.21 Minuten
5. Rui Costa, Portugal, + 1.26 Minuten
6. Tiago Machado, Portugal, + 01.30 Minuten
7. Jesse Sergente, Neuseeland, + 1.40 Minuten
8. Nicolas Castroviejo, Spanien, +
 1.45 Minuten
9. Andreas Klöden, Deutschland, +
 1.53 Minuten
10. Rigoberto Urán, Kolumbien, + 2.31 Minuten

Link:
3. Etappe der Algarve-Rundfahrt
2. Etappe der Algarve-Rundfahrt
1. Etappe der Algarve-Rundfahrt

 

15.02.13 
Algarve-Rundfahrt: Deutscher vorne

Der Deutsche Paul Martens gewann überraschend die erste Etappe der 39. Volta ao Algarve. Mit einer Zeit von 5:07.29 holte er sich das gelbe Trikot. Zweiter wurde bei diesem Mittel-Sprint der Portugiese Tiago Machado mit einem Rückstand von vier Sekunden.Heute Freitag geht es von Lagoa auf den Fóia und wieder zurück nach Lagoa, das sind insgesamt 195 Kilometer.

Das Ergebnis der ersten Etappe:
1. Paul Martens, Deutschland (Blanco)
2. Tiago Machado, Portugal (RadioShack)
3. Theo Bos, Niederlande (Blanco)
4. Giacomo Nizzolo, Italien (RadioShack)
5. Thomas Sprengers, Belgien (Topsport Vlaanderen-Baloise)
6. Mark Cavendish, England (Omega Pharma-Quick Step)
7. Tom van Asbroeck, Belgien (Topsport Vlaanderen-Baloise)
8. Rui Costa, Portugal (Movistar)
9. Alessandro Bazzana, Italien (UnitedHealthcare)
10. Samuel Caldeira, Portugal (OFM-Quinta da Lixa)
 

13.02.13 
Nachtzug nach Lissabon

Die Weltpremiere der Bestsellerverfilmung "Nachtzug nach Lissabon" vom dänischen Regisseur Bille August findet heute im Rahmen der Berlinale statt. In der hochkarätig besetzten Geschichte geht es um einen Lehrer, der sich auf die Lebensspuren eines portugiesischen Dichters und Freiheitskämpfers begibt. Neben Hauptdarsteller Jeremy Irons spielen Martina Gedeck, August Diehl, Bruno Ganz und Charlotte Rampling. Der Film nach dem Bestseller von Pascal Mercier läuft im Wettbewerb außer Konkurrenz.

Trailer (deutsch synchronisiert) hier 

 

06.02.13 
Algarve: Flugverkehr beleben

Der Hotelverband der Algarve (AHETA) möchte ein neues Modell für die Ausweitung des Luftverkehrs erarbeiten. Es soll an einem Plan gearbeitet werden, der sowohl von privaten Vereinen als auch den Tourismusverband Turismo de Portugal unterstützt wird. Denn mit dem jetzigen Modell sei die Wettbewerbsfähigkeit der Region am Tourismussektor nicht gegeben. „Das touristische Angebot und der Transport mit den Flugzeugen sind zwei Seiten der gleichen Medaille. Sie können nicht weiterhin separat voneinander betrachtet werden“, heißt es in einer Aussendung von AHETA. Es sei nicht genug, seitens der öffentlichen Hand Anreize für die privaten Luftfahrtunternehmen zu schaffen. „Die Anbindung des Flughafens Faro an die so genannten europäischen Hubs, die Drehscheiben im Flugverkehr, ist wichtig, vor allem um die Nebensaison zu beleben“, heißt es von AHETA. Außerdem soll der deutsche Markt eine höhere Priorität bekommen, da die meisten Touristen in Europa aus Deutschland kommen. Deshalb gibt es dort ein enormes Potenzial, das genützt werden soll.

 

07.02.13 
Kulturhauptstadt führte zu Aufschwung

Die Stadt Guimarães konnte dank der Veranstaltung Europäische Kulturhauptstadt 2012 sehr positive Zahlen verzeichnen, so eine heutige Pressemitteilung von der Organisation.
Die Besucherzahl der Stadt stieg um 106,5 % im Vergleich zum Vorjahr und der Umsatz im Handel um 50 %, während landesweit ein Rückgang von 7 % registriert wurde.
Von den zwei Millionen Besuchern gaben 60 % an, die Stadt wegen der Veranstaltungen im Rahmen der Europäischen Kulturhauptstadt besucht zu haben. 58 % davon waren Ausländer, die im Durchschnitt fünf Nächte in Guimarães blieben, während portugiesische Touristen drei Nächte blieben. Die Hotelbelegung lag bei 65 % und somit 27 % höher als im Jahr 2011. „Guimarães 2012 trug zur Verbesserung aller touristischen Indikatoren bei”, fasste die Organisation zusammen.

 

07.02.13 
Der Krise die Stirn bieten

Die Arbeitslosigkeit schlägt Rekorde in Portugal. Vor allem unter frisch Ausgebildeten. Ana Bastos, Filipa Carmo und Paulo Roberto gehören dazu. Sie schlossen vor kurzem ihren Kochkurs ab, doch statt zu Hause auf ein Jobangebot zu warten, riefen sie das Projekt Cook’in Portugal ins Leben und werden durch ganz Portugal reisen, um mehr über die traditionelle portugiesische Küche zu lernen. Dabei werden sie Erfahrungen und Know-how mit Küchenchefs austauschen, die sie in ihrem Reich willkommen heißen.
„Durch dieses Projekt wollen wir mehr über die Zutaten und die Kochmethoden der traditionellen portugiesischen Küche und auch über die Menschen lernen. Im Gegenzug stellen wir unsere sechs Hände und unsere Messer zur Verfügung“, erklärte Ana Bastos. Paulo Roberto fügte hinzu, dass es die Pflicht eines Chefs sei, das gastronomische Erbe seines Landes zu kennen und weiterzutragen
Die drei zukünftigen Chefs fahren heute los. Auf dem Fahrplan stehen Évora, Porto, Valença, Vila Nova de Famalicão, Lisboa und Vila do Bispo.
Ihre Abenteuerreise kann unter http://aalmadanossacozinha.blogspot.pt/ verfolgt werden.

 

08.02.13 
Algarve: Projecto Querença

Nachdem die regionale Zeitung Barlavento das Projekt Querença zum besten Projekt des Jahres 2012 ausgezeichnet hatte, wurde es nun auch vom Wirtschaftsministerium gelobt. Das Projekt Querença sei ein Beispiel in Sachen nachhaltiger Entwicklung des Hinterlandes, so der Wirtschaftsminister.
Im Rahmen des Projektes leben neun Studenten der Universität der Algarve aus den Bereichen Landwirtschaft, Landwirtschaftsarchitektur, Umweltwissenschaft, Biotechnologie, Ökotourismus, Design, Marketing und Betriebswirtschaft in Querença, im Hinterland von Loulé und entwickeln nachhaltige Wirtschaftsprojekte. Die Idee stammt von João Ministro, einem engagierten Umweltschützer, der u.a. auch für das Projekt des Wanderweges Via Algarviana zuständig war (s. ESA 2/12).

 

04.02.13 
Algarve-Feuer: Wiederaufbau

Für heute ist der Beginn des Wiederaufbaus der vom verheerenden Feuer zerstörten Häuser in São Brás de Alportel angekündigt, das gab der Bürgermeister bekannt. Für sieben Häuser wurden von der Regierung nun 202.000 Euro freigegeben. Das ist rund die Hälfte des definitiv zugesagten Geldes. Der Rest soll noch freigegeben werden, innerhalb von 24 Monaten seit der Zerstörungen sollen alle Häuser wieder stehen. Eigentlich hätten die Bauarbeiten schon früher beginnen können, doch es wurde auf die Unterstützung gewartet, so Bürgermeister António Eusébio. Trotz der späten Auszahlungen ist er mit der Unterstützung der Familien zufrieden. Jedoch seien die Mittel für die Stabilisierung des Bodens, die Verlegung der Wasserleitungen und die Wiederherstellung der Wege nicht ausreichend. Insgesamt wurden von der Regierung 1,5 Millionen Euro für die betroffenen Gemeinden zugesagt.

Zwischen 18. und 21. Juli 2012 wütete ein verheerender Waldbrand und zerstörte im Hinterland von Tavira und São Brás de Alportel eine Fläche von 24.000 Hektar (ESA online berichtete ausführlich).

 

31.01.13 
Algarve: Sicherheitsprogramm

Das nach zahlreichen Einbrüchen in allein stehende Häuser Ende 2009 im Jahr 2010 ins Leben gerufene Programm „Residência Segura“ umfasst nun 5.000 Häuser in der Region, so das GNR-Kommando in Faro.
Das Programm startete in Alfeição, Loulé, mit nur 61 Häusern, nachdem in vielen Villen eingebrochen worden war und oft auch die Bewohner mit Gewalt bedroht wurden. Die Häuser waren meist sehr abgelegen und daher schwer zu finden. Dazu kam die Sprachbarriere zwischen den Bewohnern und der Polizei, da die meisten Häuser ausländischen Residenten gehörten. Nun sind allein in Loulé 2.138 mit dem Sicherheitsprogramm der GNR „Residência Segura“ verbunden.

 

28.01.13 
Algarve: Realität vs Zahlen

Demnächst wird eine neue Verordnung bezüglich der staatlichen Finanzierung der regionalen Tourismusverbände erlassen. Der Vorsitzende des Tourismusverbandes der Algarve ERTA, Desidério Silva, will sich dafür einsetzen, dass die reale Gewichtung der Region berücksichtigt wird.
Die Verordnung sieht vor, dass die staatliche Subvention von den offiziellen Betten- und Übernachtungsdaten der jeweiligen Regionen abhängt. In der Algarve blieben diese Daten jedoch weit hinter der Realität zurück, da viele der Übernachtungen von Touristen in der Region statistisch nicht erfasst würden, so Desidério Silva. Er will daher, dass auch die Ferienwohnungen und andere private Unterkünfte mit eingerechnet werden.

 

23.01.13 
Portugal: Längere Laufzeit für Kredit

Die Euro-Gruppe verlängerte den Hellenen die Laufzeit für die Rückzahlung der Hilfskredite um 15 Jahre und weckte damit Begehrlichkeiten in anderen Euro-Krisenländern. Nun fordern auch Portugal und Irland mehr Zeit, um die geliehenen Milliarden an IWF und Euro-Partner zurückzuzahlen. Portugals Opposition unterstützt diese Forderung, ist jedoch der Ansicht, dass der Antrag viel früher hätte erfolgen sollen.
Früher statt später soll nun auch Portugals Rückkehr an den Kapitalmarkt erfolgen. Der Schritt war für September geplant, soll nun jedoch vorgeschoben werden. Da das Haushaltsdefizit im vergangenen Jahr unter fünf Prozent gedrückt werden konnte, würde das Vertrauen der Investoren steigen und Portugal könnte daher schon bald an den Kapitalmarkt zurückkehren, so Finanzminister Vítor Gaspar.

 

22.01.13 
Portugal: Hohe Wellen

Wie das hydrografische Institut mitteilte, wurden in den vergangenen Tagen so hohe Wellen vor Portugals Küste gemessen, wie seit 25 Jahren nicht mehr. Mit 107 Stundenkilometern trafen 19 Meter hohe Wellen auf den Largo da Nazaré. In Sines waren die Wellen 17,5 Meter, in Leixões 15,6 Meter und in Faro 9,1 Meter hoch. Dies waren die Begleiterscheinungen des starken Unwetters am Wochenende.
Bei diesem gab es auch zahlreiche Schäden (ESA online berichtete). Inzwischen gab die Landwirtschaftsministerin Assunção Cristas bekannt, dass die Landwirte eine Entschädigung bekommen werden. Bis zu 75 Prozent des entstandenen Schadens sollen ersetzt werden, so die Ministerin. Dafür wird Geld von einem europäischen Fonds zur Verfügung gestellt. Die Ministerin machte sich ein Bild der Lage auf den Feldern, deren Anbau komplett zerstört ist. „Das Geld für den Wiederaufbau von Gewächshäusern wir so schnell wie möglich bereitgestellt“, so Assunção Cristas.

Link:
Portugal: Unwetter (21.1.2013)