|
Editorial 07/09
|
|
|
|
|
|
|
|
Die private Wirtschaftshochschule Institute for Management Development (IMD) in Lausanne untersuchte in 57 Industrieländern das Preis-Leistungsverhältnis, die Infrastruktur und weitere ökonomische Aspekte nach 250 Kriterien anhand amtlicher Statistiken und ermittelte für Portugal den Aufstieg um drei Plätze in der Wettbewerbsfähigkeit. Das Land nimmt Rang 34 ein, überholte erstmals seit 2005 Spanien und Italien und ist laut IMD das produktivste Land Südeuropas. Deutschland und Schweden verbesserten sich gleichfalls um drei Plätze. Im EU-Vergleich liegt Portugal auf Rang 16. Wirtschaftsminister Manuel Pinho sieht darin ein „wichtiges Zeichen in der Krise“, die Regierungspolitik trage Früchte.
Fruchtbar und blühend möchte sich auch die Algarve allen Besuchern und Bewohnern präsentieren. Kultur- und Tourismusbeauftragte haben sich ins Zeug gelegt, zahlreiche Veranstaltungen für jedes Alter und jeden Geschmack zu organisieren, als Alternative oder Ergänzung zum Strandleben. Im Juli wird die Schwalbe gefeiert, die den Sommer des Erfolgs bringen soll. Hinter dem Angebot verbirgt sich, was die schweizer Uni nicht nennt: Ein regionaler Überlebenskampf quer durch alle Ausbildungsstufen: Die Arbeitslosigkeit steigt landesweit (nun wackelt auch die portugiesische VW-Tochter Autoeuropa), doch nirgends so rasant wie in der Algarve. Zu Ende des Frühlings waren hier zwei Drittel mehr Arbeitslose registriert als im ersten Halbjahr des Vorjahres.
Im so genannten Stress-Test dazu, wie die Länder das Krisenjahr 2009 meistern werden, landete Portugal nur auf Platz 42 (Deutschland auf Rang 24). Das Trio Dänemark, Singapur und Katar führt die Liste der am besten Gewappneten an.
Auch die ESA gibt sich im Juli international und öffnet einen Themenfächer für alle, die sich unterhalten möchten, kulturellen Zeitvertreib suchen und dabei auch das Leben hinter Zahlen und Kulissen erlesen möchten.
|
|
|
|
|