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Berichte 07/09    
Wassersport   
Kitesurfen   

Die Extremsportart war gestern ­– heute kann jeder mit der entsprechenden Ausrüstung und Anleitung diesen Wassersport genießen.  Die Algarve bietet optimale natürliche Gegebenheiten
für Kitesurfer aller Könnenstufen vom Anfänger bis zum Profi

0709bekite.jpg(...) Eines der besten Kitegebiete Europas liegt an der Algarve: Die natürlichen Gegebenheiten machen die Algarve mit ihren vielen Lagunengebieten und dem vor allem in den Sommermonaten kräftigen Nortada-Wind zu einem Paradies für Kitesurfer. Nicht ohne Grund war der Strand von Alvor bereits zum vierten Mal in Folge Austragungsort der internationalen Kitemasters World Tour 2009 der PKRA (Professional Kiteboard Riders Association – mehr Infos unter www.prokitetour.com). Der Wind wird hier durch das Monchique-Gebirge verstärkt und trifft dann mit voller Kraft auf die große, stehtiefe Lagune zwischen Lagos und Alvor. Am Strand von Alvor tummelten sich vom 24. - 28. Juni 2009 die internationalen Stars der Kiteszene und zeigten ihr Können in den Disziplinen Freestyle und Course Racing.
Neben dem Strand und der Lagune von Alvor findet man entlang der Algarve noch einige Spots, die laut dem Kitesurfatlas (www.kitesurfatlas.com) ebenfalls sehr gute bis optimale Kite­bedingungen offerieren:
Wer an der Ilha de Faro mit ihrem acht Kilometer langen Sandstrand in der Nähe des Faro Flughafens kiten gehen möchte, kann sich je nach Windrichtung und Könnensstufe für die Flachwasserlagune oder kleinen Wellen am Sandstrand entscheiden.
Gleich neben dem Naturschutzgebiet Ria Formosa in Cabanas de Tavira entstand im Juni 2009 das erste offiziell ausgezeichnete Kitearial. Dieser 300 Meter lange, gekennzeichnete Kite-strand soll alle Sicherheitsprobleme, die letzten Sommer dazu führten, dass das Kiten in diesem Gebiet gänzlich untersagt wurde, lösen.
Daneben gibt es in der Ria Formosa noch zusätzlich drei weitere, sehr gute Kitestrände – Olhao (Praia Cavacos), Praia Fuseta und Praia do Barril – wo man je nach Tidenstand in der flachen Lagune oder aber auf dem offenen Meer diesem Sport nachgehen kann.
Schließlich seien noch die beiden Strände Vilamoura (Praia da Rocha Baixinha) und der lang gezogene Sandstrand Meia Praia bei Lagos, der ähnlich gute Bedingungen wie der benachbarte Strand von Alvor bietet, als Kitereviere entlang der Algarve zu nennen. (...)

Text: Rebecca Weber
Foto: Daniel Loehe
 

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Professionelle Kiteschulen entlang der Algarve:

Deutschsprachige Schulen
Westalgarve www.algarvewatersport.com
Ostalgarve www.kitekultur.com

Weitere Schulen
Westalgarve
www.windsurfpoint.com
Ostalgarve
www.4kiters.com
www.kitesurfalgarve.com

Wissen und Informationen rund ums Kitesurfen:

http://www.apkite.pt
Homepage der portugiesischen Kite-Federation;
Link mit Kiteschulen in Portugal.
http://www.ikointl.com/
Die Seite der offiziellen
Instructoren Qualifizierungs-Organisation IKO
(International Kite Organsiation).
http://www.vdws.de/
Schulen des VDWS Verbands
http://www.international kiteboarding.org/
Internationale Kite Organisation.
http://www.oase.com/kitesurfen/
Informative Seite rund ums Kitesurfen.
https://kiteboarding.eu
Super Link-Sammlung: alles rund ums Kitesurfen.
http://www.algarveguidebook.com/sport/kite-surfing.htm
Kite-Spotguide an der Algarve.

   
Diesen und weitere Berichte finden Sie vollständig in der aktuellen Druckausgabe am Kiosk.    
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Verkehr
Fahr lässig

0709verkehr.jpgJe tausend Einwohner sind in Deutschland 559 Pkw registriert, in Portugal 384. Von allen Beförderungsarten ist der Straßenverkehr der gefährlichste: Statistisch gibt es in der EU 95 Verkehrstote pro Million Einwohner. Eine Studie betrachtet die Wahrnehmung des Verkehrsaus der Perspektive der Fahrer 

Am 1. Juli werden Änderungen der Straßenverkehrsordnung wirksam, die die Verkehrssicherheit erhöhen und Autofahrern mehr Verantwortung für ihr Verhal­ten und die Einschätzung der Verkehrs­lage abverlangen sollen:
• Das Mindesttempo auf Autobahnen wird von 40 km/h auf 50 km/h erhöht.
• Situationsgefährdend schnelles Fah­ren bei dichtem Verkehr gilt ab sofort als schwerer Verstoß (contra-ordenação grave, wird gerichtlich verfolgt)
• Strafen fürs Rasen werden generell erhöht, dabei innerhalb und außerhalb von Ortschaften unterschiedlich (Bußgeld € 60 – € 2.500; Geschwindigkeitsübertretung ab 40 km/h bzw. 60 km/h gelten als schwerer Verstoß)
• Höchste Stufe bei Verstößen (contra-ordenação muito grave) gilt für Überfahren von roten Ampeln, Stop-Schildern und durchgezogenen Linien sowie bei ärztlich festgestelltem Fahren unter Alkoholeinfluss
• Mobiltelefon am Steuer ohne Headset oder Freisprechanlage gilt als schwerer Verstoß, Bußgeld bis € 600
• Herauswerfen jeglicher Gegenstände aus dem Fahrzeug wird mit bis zu € 300 geahndet
• Parkverbot 25 m vor und 5 m hinter einer Bushaltestelle und Parken an Zebra­streifen gelten als schwere Verstöße
• Anhalten verboten 5 m vor und nach Einfahrt in den Kreisverkehr und innerhalb des Kreisels
• Auf Parkflächen zum Verkauf abge­stell­te Autos (vende-se, procuro novo
do­no
, etc.), werden abgeschleppt
• Eine technische Inspektion nach je­dem Unfall wird Pflicht
• Geisterfahrer müssen medizinische, psychologische und fahrtechnische Prüfungen ablegen
• Nicht versicherte Autos werden be­schlagnahmt
Alle Änderungen (auch zu: Führer­schein, Kfz-Klassen, Unfallsicherung, Tran­sport von Kindern, Versicherung und anderes mehr): www.rtp.pt/icmblogs/rtp/os-dias-da-radio/?k=Actualizacoes-ao-Codigo-da-Estrada-em-Portugal-Julho-09.rtp&post=10883
Wer ein Bußgeld nicht an Ort und Stelle zahlen will, muss eine Kaution in Höhe der Mindeststrafe hinterlegen. Sie wird bei Nicht-Verurteilung zurückerstattet. Au­ßerdem werden Führerschein und Fahr­zeugpapiere bis zur Klärung des Sachverhaltes eingezogen und proviso­rische Pa­­piere ausgestellt.


Text: Henrietta Bilawer
Foto: Lusa

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Sportfest
Tor zur Welt
0709beluso.jpgJogos da Lusofonia, ein Sportfest portugiesisch-sprachiger Länder auf olympischem Niveau, ist für Sport und Kultur so wichtig, dass die Veranstaltung das Prädikat „nationales
Interesse“ erhielt. Die Wettbewerbe sollen Appetit auf neue globale Sport-Ereignisse in Portugal wecken

Zusammenhalt ist stärker als der Sieg – „A união é mais forte que a vitória“. Unter diesem Motto vergleichen sich 1.300 Ama­teursportler aus Portugal, Brasilien, Angola, Kap Verde, Macao, Guinea-Bissau, Mosambik, São Tomé und Príncipe, Ost-Timor und den asso­ziier­ten Mitgliedern Äquatorialguinea, Indien und Sri Lanka: Die Jogos da Lusofonia, die olympiareifen Spiele der portugiesisch-sprachigen Länder, fin­den nach dem Auftakt 2006 in Macao zum zwei­ten Mal statt. Die Teilnehmerzahl hat sich nahezu verdoppelt. Das Turnier in Lissa­bon „dient auch der Vorbereitung auf internatio­nale Wettkämp­fe“, so Vicente Moura, Präsi­dent des portugie­sischen Olympischen Komitees. Athleten unter achtzehn Jahren hoffen auf eine Fahrkarte zu den Olympischen Sommerspielen der Jugend, die 2010 erstmals ausgetragen werden (www.singapore2010.sg ). (...)

Text: Henrietta Bilawer
Foto:Lusa


Jogos da Lusofonia
vom 11. - 19. Juli 2009
Eröffnungsgala: 11.7.09; 20 Uhr im Pavilhão Atlântico
Wettbewerbs-Kalender: www.lisboa2009.org/Default. aspx?tabid=73
Tickets (für alle Wettkämpfe oder Einzelkarten):
Arena de Portimão, FNAC; www.lisboa2009.org; www.blueticket.pt; www.pavilhaoatlantico.pt;
Von jeder verkauften der insgesamt 124.000 Karten gehen 50 Cent an das
Kinderhilfswerk UNICEF der Vereinten Nationen.

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Umweltmedizin
Klima, Krankheit, Kapital

0709bemed.jpgDas Statistikamt Eurostat ermittelte: 64 % der Europäer fürchten Chemikalien, 59 % sind wegen belasteter Lebensmittel besorgt, die Hälfte der Befragten wegen Qualität von Luft und Wasser. Wissenschaftler in Portugal untersuchen nun die Abhängigkeit der Gesundheit von Umweltfaktoren

Die Weltgesundheitsorga­nisation (WHO) gibt an, dass in 23 europäischen Industrieländern umweltbedingte Erkrankungen für jeden zehnten Todesfall verantwortlich sind. (...) 14 Prozent aller in Portugal registrierten Er­krankungen seien auf Um­weltfaktoren zurückzu­füh­ren, Kinder un­ter fünf Jahren besonders gefährdet, so Filipe Duarte Santos, der an der Univer­sidade de Lisboa interdisziplinäre Projekte aus den Berei­chen Physik, Um­welt und Medizin koordi­niert. Die WHO meldet, in Portugal sterben etwa 15.000 Menschen pro Jahr an umweltbedingten Krankheiten.
Nun wurde Portugals erste Rahmenrichtlinie für Umwelt und Gesundheit (Plano Nacional de Acção Ambiente e Saúde; PNAAS, http://www.apambiente.pt/politicasambiente/AmbienteSaude/emportugal/Paginas/default.aspx) vorgelegt. Durch die Auswertung von Umweltbelastungen sollen bis 2013 Gesundheitsrisiken erkannt und die me­dizinische Prophylaxe verbessert werden. Die Forscher sammeln in 33 Projekten gesundheits­relevante Daten aus Wasser, Luft, Boden, Chemi­kalien, Nahrungsmitteln, Lärm, Baustoffchemie, Strahlenbelastung und meteorologischen Phä­nomenen. Langfristig werden das Parlament, Stadtverwaltungen, Centros de Saúde und auch die Industrie am PNAAS beteiligt, denn die Rea­li­tät hinter der Richtlinie sei vor allem eine politi­sche Angelegenheit, so Duarte Santos.
(...)

Text: Henrietta Bilawer
Foto: Lusa

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Arbeitsplätze
Empfindliche Ungleichheit

0709beimmigraten.jpgEtwa fünf Prozent der in Portugal verfügbaren Arbeitskräfte sind Immigranten. Sie spüren die Auswirkungen der Rezession als erste. Doch auch strukturelle Veränderungen des globalen Arbeitsmarktes beeinflussen die nationalen Arbeitsverhältnisse

(...) Auswirkungen der Öffnung asiatischer und – nach 1990 – osteuropäischer Märkte prägen auch Portugals Arbeitsmarkt: Importsteigerung, Lohnzurückhaltung, mehr Bewerber auf freie Stel­len, die knapp werden, da Unternehmen in Nie­drigst­lohnländer ausweichen oder gleich schlie­ßen. Wer hier lebt, muss vielseitig sein. Die Regierungsinitiative Novas Oportunidades hat bisher mit 300 Kursen 800.000 Menschen verholfen, Schulabschlüsse nachzuholen (www.novasoportunidades.gov.pt). Die Konkurrenz in allen Sparten und Gehaltsgruppen ist groß und be­steht immer öfter aus gut ausgebildeten Mitbewerbern aus dem Ausland.
José Reis von der Universität Coimbra hat Struktur und Position der knapp 435.750 legalen ausländischen Arbeitskräfte in Portugal untersucht (rund vier Prozent mehr als 2006), knapp 75.000 davon leben im Distrikt Faro. Kapverden, Brasilianer und Ukrainer stellen den Hauptteil, der Zuzug von Rumänen, Briten und Spaniern steigt weiter. Dem gegenüber stehen Rückreisewillige: Allein 2.000 Ukrainer erklärten im Laufe eines Jahres, sie fänden in Portugal „nicht oder nicht mehr die Arbeitsbedingungen, die sie erhofften oder die andere Länder bieten“. Neue Domizile sind Polen, Slowenien und das Balti­kum, wo die Investitionen in den Arbeitsmarkt höher sind als in Portugal. (...)  

Text: Henrietta Bilawer
Foto: Lusa

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Biomasse
Antrieb aus dem Algarvegarten

Die energetische Nutzung von Biomasse, der Gesamtheit allen organischen Materials, wird ständig erweitert. Biomüll, Rückstände aus der Forst- und Landwirtschaft und der Lebensmittelindustrie kommen hinzu, auch Energiepflanzen. Die Algarve bringt sich mit Johannisbrot und Algen ins Gespräch

(...) Seit klimafreundlicher Biosprit in die Kritik kam, wo Getreide zur Tankfüllung wird, wäh­rend welt­weit 800 Millionen Menschen hun­gern, betrachtet die EU-Kommission Biokraftstoffe der zweiten Generation, hergestellt aus Biomüll, Ernte- und Holzabfall als entscheidende Kompo­nen­te der Debatte. Steigende Öl- und Gas­preise, Subventionen für den Nachhal­tigkeitsmarkt und Bewusstsein für den Kli­ma­wandel machen Biomas­se attraktiv. Sie hat den Vorteil, lagerfähig zu sein, wird erst dann verbrannt, wenn Bedarf be­steht.
Die Algarve bringt sich in die Öko-Debatte mit Antriebsstoffen aus Alfarroba (Johannisbrot) und Algen ein. Die Algarve-Universität ermittelte, ein Hektar Alfarroba-Kulturen absorbiere bis zu 15 Tonnen CO2. In zwölf Jahren wurden in der Algarve zwei Millionen neue Johannisbrotbäume angepflanzt, in den kommenden vier bis sechs Jahren werde die Anbaufläche verdoppelt. Die Pflanze erwies sich als krisenfest und stieg im Marktwert über 30 Jahre hinweg stetig. Nach Spanien und Marokko ist Portugal der drittgrößte Alfarroba-Produzent der Welt. Bei Loulé steht die Inbetriebnahme der ersten Produktionsstätte für Alfarroba-Sprit bevor. (...) 

Text: Henrietta Bilawer

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Die Studie von Salvador Malheiro für einen Gebäudekomplex in
Manteigas/Serra da Estrela dokumentiert
www.engenheiros.pt/~malheiro/img/bioheatfragusto.pdf

Auf der Seite www.novaenergia.net/forum bietet ein sehr aktives Forum
Informationen zu allen alternativen Energietypen, Herstellung,
Einsatz, Vor- und Nachteile, industrielle und private Herstellung
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