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Berichte 08/10 |
| Veranstaltungen |
| Kulturelle Vielfalt |
Auch in diesem Sommer und obgleich der allerorts mangelnden finanziellen Mittel wird Residenten und Besuchern der Algarve ein breit gefächertes Veranstaltungsprogramm angeboten. Eine Auswahl traf Anabela Gaspar
Das von der nationalen Tourismusbehörde in Zusammenarbeit mit den Gemeinden und dem regionalen Tourismusverband ERTA gesponsertes Veranstaltungsprogramm „Allgarve“ begann dieses Jahr bereits im Februar und läuft bis Ende des Jahres. Touristen können sich jedoch freuen, da die Mehrheit der Events in diesem Monat stattfinden und sie deshalb Sonne und Strand mit einem vielfältigen Kulturangebot verbinden können. Die meisten Veranstaltungen sind für die beiden beliebtesten Reiseziele der Region geplant: Albufeira und Loulé. Wer seinen Urlaub in einem der anderen 14 Bezirke verbringt, muss jedoch nicht enttäuscht sein. Von Vila Real de Santo António im Osten bis Sagres im Westen sind es lediglich zirka 160 km, also zwei Fahrstunden. Kein weiter Weg, wenn es sich um sehenswerte Ereignisse handelt. Ein eigenes Auto ist jedoch ein Muss, denn das öffentliche Verkehrsnetz ist nicht nur schlecht, sondern abends nicht vorhanden.
Auch die Kommunen bieten viel Animation, obwohl die leeren Kassen dazu führten, dass einige der traditionellen Veranstaltungen gestrichen werden mussten, so z. B. die „Noites da Moura Encantada“ in Cacela Velha, Bezirk Vila Real de Santo António. (...)
Text: Anabela Gaspar
Veranstaltungsprogramm hier
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| Jubiläum |
| Eine Schlacht mit Symbolwert |
Vor 625 Jahren vertrieben Portugals Truppen bei Aljubarrota die spanischen Invasoren und sicherten dauerhaft die Unabhängigkeit ihres Landes. Der historische Ort schwankt zwischen Stolz und Überforderung. Ein facettenreicher Gedenktag
(...) Was tun mit einer Stätte, die so bedeutsam für die Landesgeschichte ist, aber nur in den Annalen fortlebt, weil man von ihr nichts mehr sieht – außer beim alljährlichen Festival zum Schlachtenjubiläum. Jahrelang forderten Lokalpolitiker eine Würdigung und hatten schließlich Erfolg: Die Capela de São Jorge, am Schlachtfeld 1388 zum Dank für den Sieg gebaut, wird gerade restauriert.
Es gibt eine Gedenkstätte. Eine Stiftung wurde gegründet, die seit 2008 ein modernes, weithin gelobtes Dokumentationszentrum unterhält, das nach Angaben von Stiftungspräsident Alexandre Gouveia jährlich 100.000 Besucher zählt: Eine Multimedia-Schau lässt das Schlachtengetümmel wieder aufleben. Bis Jahresende wird das gesamte Areal, das zum Schlacht-Ort und dessen Einzugsgebiet gehört, als Nationalmonument eingestuft, verspricht Kulturstaatssekretär Elísio Summavielle und fügt mit Blick auf den einstigen Gegner hinzu: „Wir haben mehr klassifizierte Monumente als Spanien“. (...)
(Dokumentationszentrum Centro de Interpretação da Batalha de Aljubarrota (CIBA; www.fundacao-aljubarrota.pt): Av. Nuno Álvares Pereira, Calvaria de Cima; Di - So 10 h bis 19 h, Okt. - Apr. bis 17.30 h. Festival Aljubarrota Medieval: 12. - 15.8.; www.jf-aljubarrota.pt )
Text & Foto: Henrietta Bilawer
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| Tourismus |
| Attraktion für Taucher |
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Der Atlantik vor der Algarve-Küste bietet Tauchern atemberaubende Anblicke. Wer diese geheimnisvolle Unterwasserwelt schon erforscht hat, weiß, welch vielfältige Fauna und Flora entdeckt werden kann. Nun soll das Meer vor Portimão durch ein künstliches Riff noch weiter bereichert werden
Luís Sá Couto war 20 Jahre lang Vorsitzender eines der größten Beratungsunternehmen in Portugal. Er ist Geschäftsmann, weiß was er will und wie er es erreicht. Als Taucher aus Leidenschaft, beschloss er, nachdem er in Rente ging, eine Tauchschule zu eröffnen. Den Sitz wählte er in Praia da Rocha, Portimão. Die Region sei weltweit bekannt, verfüge über eine große Küste, gute Wetterbedingungen und ein gutes Hotelangebot. Um den Erfolg der Schule zu sichern, weiß er als erfahrener Berater, dass er etwas Spektakuläres anzubieten hat. Dies bedeutet, dass die Region etwas präsentieren muss, um mit weltweit beliebten Tauchzielen wie dem Roten Meer und den Malediven konkurrieren zu können.
„Die schönste Erfahrung eines Tauchers ist, ein Schiffswrack zu erforschen“, so Sá Couto. Von diesem Gedanken bis zum Projekt des Unterwasser-Museums der portugiesischen Kriegsmarine, für das vier Schiffe zirka zwei Meilen vor der Küste von Portimão in 15 Meter Tiefe versenkt werden sollen, war es ein kleiner Schritt. (...)
Text: Anabela Gaspar
Foto: Nuno António / PORTISUB
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| Handwerk |
| Der Löffelmacher |
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Holzlöffel sind einfache Küchenutensilien. Oder vielleicht nicht.
Während eines Gesprächs mit Jorge Costa stellte sich heraus, dass sie auch andere Funktionen haben können
Man würde denken, dass Holzlöffel einfach Holzlöffel sind. Aber man irrt sich. Es gibt sie oval, rund, mit Ecken oder Einschnitten, gebogen oder tief und mit abgeschrägter Kante. Es gibt sie ohne oder mit Loch und sogar mit mehreren Löchern. Und für Spaghetti oder Salat. Rührscheite oder Abschmecklöffel. Und natürlich in verschiedenen Größen.
Jorge dos Santos Costa hat sich vor allem auf die runden Holzlöffel spezialisiert und fertigt sie in allen möglichen Größen an. Vom kleins-ten Löffel bis zum zwei Meter großen. Aber er stellt auch Gabeln, Messer und Miniatur-Nudelhölzer her. (...)
Jorge kommt aus der Region Trás-os-Montes in Nord-Portugal. Genauer gesagt aus Bemfeita in der Nähe von Arganil. Dort ist die Herstellung von Holzlöffeln Tradition. (...)
Text & Foto: Anabela Gaspar
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