Skip to content
Site Tools
Narrow screen resolution Wide screen resolution Auto adjust screen size Increase font size Decrease font size Default font size
-->: Willkommen arrow Vorschau Januar 01/10

dEntdecken Sie Algarve Vorschau 09/100910capa.jpg

dDiese und weitere Berichte finden Sie vollständig
din der kommenden Druckausgabe am Kiosk.

dSie können aber auch das Magazin abonnieren und  
des sich direkt nach Hause schicken lassen.

dPortugal € 25,50    EU € 46,00

dAbo bestellen per E-mail bei:
d Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können

 
Schule
32.000 Menschen schlossen 2009 eine Sekundarschule ab (auch auf dem zweiten Bildungsweg) oder waren in der Ausbildung. Trotzdem weist das Statistische Amt der EU Portugal, gemeinsam mit Spanien, als Land mit der höchsten Schulabbrecher-Quote aus: 31,2 % der Schüler zwischen 18 und 24 Jahren beenden die vorgeschriebene Schulzeit nicht (EU-Schnitt = 14,4 %).  2009 gab es erstmals einen Rückgang der Schulabbrecher um 4,2 %.  Bildungsministerin Isabel Alçada nennt das „Fortschritt: Bildung und Ausbildung sind attraktiv“. Die jüngste Entscheidung aus ihrem Hause, gut 700 Primarschulen zu schließen, gilt dagegen als Rückschritt (S. 10).

Wandern

Der Wanderweg Via Algarviana, der das Hinterland der Algarve vom Osten bis zum Westen durchquert, scheint unter deutschen Wanderern immer beliebter und bekannter zu werden. Dies lässt sich zumindest aus den Zugriffsdaten seitens deutscher User auf die Webseite des Wanderweges schließen: zwischen Januar und Mai 2010 waren es 3.357 User. Nun soll die Via ausgebaut und erweitert werden. Unter anderem sind zwei Strecken entlang der Westküste sowie Vogelbeobachtungsstellen geplant. Weitere Vorhaben rund um die Via Algarviana fasste ESA-Redakteurin Anabela Gaspar zusammen (S. 10).

Interview

Die Wirtschaftskrise bestimmt weiterhin den Alltag. Private Haushalte, Unternehmen, Regierungen und Rathäuser müssen nach wie vor den Gürtel enger schnallen. Das Rathaus von Lagoa bildet dabei keine Ausnahme. José Inácio, von Beruf Lehrer, aber seit 2002 Bürgermeister von Lagoa, sieht sich dazu gezwungen, die Câmara im Spar-Modus zu leiten. In einem Interview mit ESA-Redakteurin Anabela Gaspar erklärte er, welche für den Bezirk geplante Projekte eingestellt oder verschoben werden mussten und äußert sich auch zu EU-politischen Themen. (S. 20)

Schriftsteller
ALFA, die Assoziation der Literatur- und Filmfreunde der Algarve veranstaltet vom 16.9. – 19.9. LitALGARVE, das erste internationale Literaturfest der Algarve. Dieses wird Leseraten die Chance bieten, Autoren zu erleben. Nicht nur bei Vorlesungen oder Interviews, sondern auch in kleinen Runden beim Mittagessen oder einem Picnic unter freiem Himmel. Zirka 40 Autoren gingen der Einladung von Alfa nach. Darunter deutsche, portugiesische, österreichische, schweizer, englische und auch irische und schwedische AutorInnen. Von Tavira im Osten bis Aljezur an der Westküste werden rund 60 Veranstaltungen stattfinden. (S. 26)

Graffiti

Zu Lissabon gehört, wie zu kaum einer anderen europäischen Großstadt, das Bild der Straße, wie es auf Fassaden gemalt, gesprüht, geklebt ist – praktisch kein Weg in der Hauptstadt ist frei von Graffiti, die die Bewohner kaum als Verschönerung ihres Lebensraumes ansehen. Lange schien es, als sei die Stadt den Sprayern unterlegen, nun beschloss der Stadtrat, die ungeliebte Schmiererei in Kunst zu verwandeln. Eine Galerie für Straßenkunst wurde gegründet, graue Monumentalwände, Tunnel und Abrisshäuser als Themen-Wände zur Verfügung gestellt. Ein Festival will nun den Kompromiss schaffen, die Sprayer und ihre Werke zu legalisieren und zu integrieren (S. 32).

Gefährt

Wenn sich Rennwagen aus den 1920er bis 1990er Jahren gemeinsam auf die Piste begeben, dazu ein paar Kult-Mofas und anderes, was sich motor-getrieben auf zwei, drei oder vier Rädern bewegt, und sich diese Gefährte teils in Wertungsrennen messen, teils gemächlich in Gruppen durch die Lande fahren, die Passanten durch den nicht alltäglichen Blick auf schnellen Luxus erfreuen und ihre Fahrer das traumhafte Gebirgspanorama genießen, dann ist dies das Caramulo Motorfestival. Jedes Jahr im September treffen sich Freunde des schnellen und auch des gemächlichen Motorsports in Zentralportugal. Dieses Jahr öffnet sich die Veranstaltung einer eher profanen Klasse: Dem frisch erfundenen Rennen für Kleinlaster (S. 35).

Gold

Portugal gilt in der EU weiterhin als Pleitekandidat, auch daran zu erkennen, dass das Land bei Absicherungsgeschäften mit Banken künftig Bares oder Gold hinterlegen muss. Das ist ungewöhnlich, denn Industriestaaten gelten gemeinhin als zahlungsfähig und Banken verzichten auf Sicherheiten. Nun haben Experten an einen Schatz erinnert, der in den Tresoren der Staatsbank liegt: Rund 382,5 Tonnen Gold zum aktuellen Marktwert von € 11,45 Mrd. Bezogen auf das Bruttoinlandsprodukt ist das die größte Menge Gold in der Euro-Zone. Portugal kommt auf eine Golddeckung von 6,8 % des Bruttoinlandsproduktes. Doch so einfach ist das Gold nicht zu versilbern (S. 40).

Schmetterlingseffekt
Vor Culatra werden demnächst Betonblöcke ein künstliches Riff bilden und somit zur Vermehrung der Fische vor der Küste beitragen. Eine Maßnahme zur Unterstützung der Fischer. Dies ist jedoch ein Eingriff in die Natur, der weitere Folgen nach sich zieht, der sog. Schmetterlingseffekt, so Luís Chicharo, Leiter des ICCE, des UNESCO-Wasserinstituts in Faro. Das Riff kann auch zur Vermehrung von Medusen führen, welche sich von Fischlarven ernähren. Somit könnte das eigentliche Ziel der Versenkung der Betonblöcke weit verfehlt werden. Mit welchen Themen sich das ICCE sonst noch beschäftigt, erfuhr ESA-Redakteurin Anabela Gaspar (S. 43).