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Tierhilfe
ESA 7/10
Welpen gefunden, Platz gesucht

Am Abend des 4. Juli dieses Jahres befanden wir uns, eine fröhliche Familie mit 3 mehr oder weniger erwachsenen Kindern, auf dem Heimweg von einem Strandausflug.
In einem ländlichen Gebiet im südlichen Alentejo stießen wir auf eine Hündin, die mitten auf einer recht unbefahrenen Straße stand und sich von dort auch keinen Zentimeter fortbewegte. Als große Tierfreunde hielten wir sofort an und die mittelgroße Hündin kam auf uns zugelaufen.
Sie sah erbärmlich aus: abgemagert, schwach, wirkte verwirrt und krank.
Für unsere ungeübten Augen sah ihr Gesäuge aus, als wenn sie vor kurzem Welpen gehabt hätte. Aber einfach so mitnehmen wollten wir die Hündin zunächst nicht. So standen wir eine ganze Weile unschlüssig an der Straße, als ein portugiesischer Landwirt anhielt und uns erzählte, dass die Hündin ihm seit einiger Zeit aufgefallen sei und auf keinen der in der Nähe liegenden Höfe gehöre. Er ermunterte uns, die Hündin mitzunehmen. Da sie sehr bereitwillig zu uns ins Auto stieg, vermuteten wir keine lebenden Welpen.

Am nächsten Tag kamen uns aber doch Zweifel, ob es wirklich keine Welpen in der Nähe des Fundortes gäbe, da sich Liza´s (so hatte unsere Tochter die Hündin genannt) Gesäuge mehr und mehr mit Milch füllte. Außerdem machte Liza einen zunehmend kranken und schwachen Eindruck. Am Nachmittag machten wir uns also erneut auf den Weg, um zum Tierarzt zu fahren.
Dabei kamen wir an der Fundstelle vorbei, wo wir ausstiegen und Liza uns sofort zu einer Stelle an einer Brombeerhecke führte, aus der es fiepste und winselte. Was für ein Schreck! Hoffentlich hatten alle Welpen die Nacht ohne ihre Mama überlebt!?

Leider waren wir für eine Befreiungsaktion aus einer Brombeerhecke nicht vorbereitet und mussten nochmals nach Hause fahren, um uns mit Stiefeln, dicken Hosen und Jacken, sowie Heckenscheren, Handschuhen und Transportboxen zu "bewaffnen". Nach großen Mühen und Kämpfen mit einer kratzigen Hecke gelang es uns, vier niedliche und unterschiedliche Welpen aus der Brombeerhecke zu befreien. Alle hatten die Nacht ohne Mutter gut überlebt. Die Kleinen waren etwa zweieinhalb Wochen alt, wie sich später herausstellte. Dann ging´s mit allen zur Tierärztin, die sogleich mit Liza´s Behandlung begann, denn sie war sehr krank, bekam mehrere Spritzen und wäre wohl auf der Straße in Kürze gestorben. Den Welpen ging es den Umständen entsprechend gut, auch wenn sie mit Zecken "übersät" waren.
Allerdings war klar, dass ihre Mama sie nicht gut würde versorgen können.
So fuhren wir gleich anschließend zum nächsten Supermarkt, um uns mit Welpenfutter "einzudecken". Am nächsten Tag sollten wir noch einmal mit den Hunden zur Tierärztin kommen. Die Welpen verschlangen das eingeweichte Trockenfutter, als hätten sie nie etwas anderes getan und gewöhnten sich ohne Probleme an ihr neues Umfeld und die veränderten Bedingungen.

Liza ging es leider nur ganz langsam besser, aber inzwischen hat auch sie sich gut bei uns eingelebt und schon ein paar Kilo zugenommen. Die Welpen haben sich prächtig entwickelt, aber natürlich können wir sie leider nicht alle behalten, auch wenn wir jeden einzelnen der kleinen Racker in unser Herz geschlossen haben. Es sind zwei kleine Rüden, die wir Amigo und Tobi nennen, wobei Tobi wahrscheinlich bei uns bleiben darf. Die beiden "Mädchen" heißen für uns Sally und Amy, alle vier sind niedlich, freundlich, offen, fröhlich und
absolut liebenswert. Da wir sie aber nicht alle bei uns behalten können, wir haben auch schon eine neun Jahre alte "Hundedame", suchen wir auf diesem Wege nach Menschen, die "unseren" Welpen ein ebenso liebevolles Zuhause geben, wie wir das hier Tag für Tag tun, auch wenn wir von den Ereignissen doch etwas "überrumpelt" wurden und uns manche Tage in diesem Sommer anders vorgestellt hatten. z.B. war der Strandausflug am 4. Juli erstmal der letzte... (zumindest für uns alle gemeinsam). Aber wir werden von unseren kleinen "Besuchern" mit Liebe überschüttet und so ist es auch bei uns am
Badeteich ganz schön...

Wir würden uns sehr freuen, wenn sich Menschen melden, die einem unserer Zöglinge ein neues Zuhause geben. Sie könnten in etwa zwei Wochen, Mitte August, zu ihren neuen Menschen ziehen, aber es wäre auch kein Hinderungsgrund, wenn es zu dem Zeitpunkt noch nicht klappt, die Kleinen können noch eine Weile bei uns bleiben. Die Mutterhündin ist mittelgroß, Schulterhöhe ca. 50 cm, wog anfangs knapp 12 kg, wiegt jetzt etwa 15 kg.
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Befreiungsaktion aus der Hecke

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Liza mit Babys

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Amy

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Amigo

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Tobi

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Sally

   
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