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Am Abend des 4. Juli
dieses Jahres befanden wir uns, eine fröhliche Familie mit 3 mehr oder
weniger erwachsenen Kindern, auf dem Heimweg von einem Strandausflug.
In einem ländlichen Gebiet im südlichen Alentejo stießen wir auf
eine Hündin, die mitten auf einer recht unbefahrenen Straße stand und
sich von dort auch keinen Zentimeter fortbewegte. Als große Tierfreunde hielten wir sofort an und die mittelgroße Hündin kam auf uns zugelaufen.
Sie sah erbärmlich aus: abgemagert, schwach, wirkte verwirrt und krank.
Für unsere ungeübten Augen sah ihr Gesäuge aus, als wenn sie vor
kurzem Welpen gehabt hätte. Aber einfach so mitnehmen wollten wir die
Hündin zunächst nicht. So standen wir eine ganze Weile unschlüssig an
der Straße, als ein portugiesischer Landwirt anhielt und uns erzählte,
dass die Hündin ihm seit einiger Zeit aufgefallen sei und auf keinen der
in der Nähe liegenden Höfe gehöre. Er ermunterte uns, die Hündin
mitzunehmen. Da sie sehr bereitwillig zu uns ins Auto stieg, vermuteten
wir keine lebenden Welpen.
Am nächsten Tag kamen
uns aber doch Zweifel, ob es wirklich keine Welpen in der Nähe des
Fundortes gäbe, da sich Liza´s (so hatte unsere Tochter die Hündin
genannt) Gesäuge mehr und mehr mit Milch füllte. Außerdem machte Liza
einen zunehmend kranken und schwachen Eindruck. Am Nachmittag machten
wir uns also erneut auf den Weg, um zum Tierarzt zu fahren.
Dabei kamen wir an der Fundstelle vorbei, wo wir ausstiegen und Liza
uns sofort zu einer Stelle an einer Brombeerhecke führte, aus der es
fiepste und winselte. Was für ein Schreck! Hoffentlich hatten alle
Welpen die Nacht ohne ihre Mama überlebt!?
Leider waren wir für
eine Befreiungsaktion aus einer Brombeerhecke nicht vorbereitet und
mussten nochmals nach Hause fahren, um uns mit Stiefeln, dicken Hosen
und Jacken, sowie Heckenscheren, Handschuhen und Transportboxen zu
"bewaffnen". Nach großen Mühen und Kämpfen mit einer kratzigen Hecke
gelang es uns, vier niedliche und unterschiedliche Welpen aus der
Brombeerhecke zu befreien. Alle hatten die Nacht ohne Mutter gut
überlebt. Die Kleinen waren etwa zweieinhalb Wochen alt, wie sich später
herausstellte. Dann ging´s mit allen zur Tierärztin, die sogleich mit
Liza´s Behandlung begann, denn sie war sehr krank, bekam mehrere
Spritzen und wäre wohl auf der Straße in Kürze gestorben. Den Welpen
ging es den Umständen entsprechend gut, auch wenn sie mit Zecken
"übersät" waren.
Allerdings war klar, dass ihre Mama sie nicht gut würde versorgen können.
So fuhren wir gleich anschließend zum nächsten Supermarkt, um uns mit
Welpenfutter "einzudecken". Am nächsten Tag sollten wir noch einmal mit
den Hunden zur Tierärztin kommen. Die Welpen verschlangen das
eingeweichte Trockenfutter, als hätten sie nie etwas anderes getan und
gewöhnten sich ohne Probleme an ihr neues Umfeld und die veränderten
Bedingungen.
Liza ging es leider nur
ganz langsam besser, aber inzwischen hat auch sie sich gut bei uns
eingelebt und schon ein paar Kilo zugenommen. Die Welpen haben sich
prächtig entwickelt, aber natürlich können wir sie leider nicht alle
behalten, auch wenn wir jeden einzelnen der kleinen Racker in unser Herz
geschlossen haben. Es sind zwei kleine Rüden, die wir Amigo und Tobi
nennen, wobei Tobi wahrscheinlich bei uns bleiben darf. Die beiden
"Mädchen" heißen für uns Sally und Amy, alle vier sind niedlich,
freundlich, offen, fröhlich und
absolut liebenswert. Da wir sie aber nicht alle bei uns behalten
können, wir haben auch schon eine neun Jahre alte "Hundedame", suchen
wir auf diesem Wege nach Menschen, die "unseren" Welpen ein ebenso
liebevolles Zuhause geben, wie wir das hier Tag für Tag tun, auch wenn
wir von den Ereignissen doch etwas "überrumpelt" wurden und uns manche
Tage in diesem Sommer anders vorgestellt hatten. z.B. war der
Strandausflug am 4. Juli erstmal der letzte... (zumindest für uns alle
gemeinsam). Aber wir werden von unseren kleinen "Besuchern" mit Liebe
überschüttet und so ist es auch bei uns am
Badeteich ganz schön...
Wir würden uns sehr
freuen, wenn sich Menschen melden, die einem unserer Zöglinge ein neues
Zuhause geben. Sie könnten in etwa zwei Wochen, Mitte August, zu ihren
neuen Menschen ziehen, aber es wäre auch kein Hinderungsgrund, wenn es
zu dem Zeitpunkt noch nicht klappt, die Kleinen können noch eine Weile
bei uns bleiben. Die Mutterhündin ist mittelgroß, Schulterhöhe ca. 50
cm, wog anfangs knapp 12 kg, wiegt jetzt etwa 15 kg.
Wir freuen uns auf Ihre Nachricht an:
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Befreiungsaktion aus der Hecke
Liza mit Babys
Amy
Amigo
Tobi
Sally
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