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Initiative Autódromo

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Autódromo do Algarve – R u í d o  Não !!!

Zum Treffen in Alcalar am 8.6.2009 waren ca. 160 Personen erschienen, ein guter Erfolg. Die nächsten Treffen sollen getrennt nach Sprachen erfolgen.
Und so soll es weitergehen:
1. Eine frühere Buergerinitiative gegen eine Mülldeponie im selben Gelände, “Associação de Defesa do Ambiente do Concelho de Portimão” (ADAP) wird wieder aktiviert zur offiziellen Vertretung der Interessen nach portugiesischem Gesetz.
2. Eintragung als Mitglied ist erforderlich. Zur Anerkennung sind mindestens 100 Mitglieder erforderlich. Bei 400 Mitgliedern hat diese Vereinigung (Pessoa Colectiva) das Anrecht auf Teilnahme an allen Ratssitzungen der Câmara de Portimão sowie als Anerkennung als Nicht-Regierungsorganisation mit moeglichem Anspruch auf finanzielle Unterstuetzung.
3. Eine Liste zur Eintragung als Mitglied wird in Umlauf gebracht. Zur Anmeldung sind vollständiger Name, Ausweisnr. und Steuernummer erforderlich. Bitte gut leserlich ausfuellen.
4. Mitgliedsbeiträge sind nicht Pflicht, jedoch werden Spenden in Höhe von
80,00 pro Mitglied benötigt. Zahlungen auf Konto der ADAP:
-  Banco Millennium, Portimão, Filial Sapal
-  Konto Nº 5011 5616 384
5. Zur Wahrnehmung der Interessen wird ein Anwalt beauftragt, und es wird ein  Ausführungskomitee gegründet. Hierzu werden noch aktive Mitarbeiter benötigt.
6. Vorgesehen ist eine gross angelgte Beschwerdekampagne bei Ministerien, CCDR, Autarcias, Politische Parteien, Abgeordnete und Betreiber.
7. Gross angelegte Öffentlichkeitsarbeit bei Presse, Radio, Fernsehen.
8. Anlagen einer Anschrift im Internet zur Information für alle Mitglieder.
9. Eventuell Durchführung von Lärmpegelmessung durch unabhängige Unternehmen.
10. Benefiz-Buffet am 9.8.2009, 12 bis 15 Uhr  im Restaurant „Amadeus Garden“, Alcalar. Mit Lifemusik. Essensbeitrag (12 Euro/Person) zu 100% als Spende, Getränke sind gesondert zu zahlen. Hier ist Eintragen in die Mitgliederliste vorgesehen..
11. Kontakte über AFPOP und ESA

Alcalar, 06.07.2009

Antrag auf Mitgliedschaft

Nome/Name....................................................................................................

BI Nº ................................................   NIF Nº................................................

Endereço/Address……………………………………………………………

Tel……………………………………..E-mail……………………………...

Autódromo sorgt für Unfrieden

Bei den Anliegern der neu­en Rennstrecke bei Mexilhoei­ra Grande macht sich zu­sehends Unmut breit. Unerträg­liche Lärm­belästigungen, taghelle, nächtliche Beleuchtungen, so­wie Smog- und Um­weltprobleme sorgen dafür, dass die Le­bensqualität vieler Menschen in dieser Region zusehends ein­geschränkt wird.
Einige Mitbürger, die in die­sem Naturschutzgebiet wohnen und nicht tatenlos zusehen wol­len, wie durch zunehmende Renn­tätigkeit eine immer größere Beeinträchtigung für Menschen und Natur entsteht, ha­ben sich jetzt zu einer Interessengemeinschaft zusammengefunden.
Ziel dieser Initiative ist es, Einfluss auf die Betreiber des Autódromos und regiona­len Politiker zu nehmen, um zumindest die schädlichen Aus­wir­kungen dieser Rennstrecke zu begrenzen. Wer Interesse hat dieser Gemeinschaft beizu­tre­ten, kann sich gerne bei der ESA melden. Gemeinsam erreicht man mehr!

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Bürger gegen Lärm

„Des einen Freud, des anderen Leid“ heißt ein altes Sprichwort und im Falle des Autódromos International do Algarve scheint es sich wieder mal zu bestätigen. Während rennsportbegeisterte Autofreaks  und viele gewählte Volksvertreter gerne zusehen, wie bunte PS-Boliden im Kreis herumfahren, macht sich darüber bei den Anliegern dieser Rennstrecke immer mehr Unmut breit.  
Nun haben sie sich zu einer Interessengemeinschaft zusammengeschlossen um zumindest die schädlichen Nebenwirkungen des Autódromos zu begrenzen. Verstehen kann man dies, denn wer im Hinterland der Algarve und in einem Naturschutzgebiet wohnt, hat bewusst Ruhe, Erholung und saubere Luft gesucht. Doch damit es jetzt in der Gegend bei Mexilhoeira Grande vorbei.  Unerträgliche Lärmbelästigungen, taghelle, nächtliche Beleuchtungen, sowie Smog- und Umweltprobleme bringen immer mehr Anwohner auf die Barrikaden. Vor allem gegen die Lärmbelästigung wegen fehlender Lärmschutzmaßnahmen und gegen die Nichtveröffentlichung gesetzlich vorgeschriebener  Lärmschutzmessungen, wollen sie zu Felde ziehen. Viele stört auch die ohne Rennbetrieb taghelle  Beleuchtung bei Nacht, sowie die Tatsache, dass lokale Straßen durch den Baubetrieb teilweise zerstört und bisher nicht repariert wurden.
Nachdem persönliche Gespräche und schriftliche Anfragen bisher zu keinen befriedigenden Ergebnissen geführt haben oder einfach ignoriert wurden, beschloss nun die Gemeinschaft bei ihrem Treffen am 8. Juni, dass gegen die Firma Parkalgar, den Betreiber des Autódromos und gegen das Ministerio de Ambiente, CCDR, Faro, Anzeigen erstattet werden. Man beruft sich dabei auf Verstöße gegen Auflagen aus dem geltendem Lärmschutzgesetz (Dec.-Lei nº 9/2007) sowie Auflagen aus Projektgenehmigungen des Ministério do Ambiente, CCDR, Faro, hinsichtlich der Declaração de Impacte Ambiental vom 22. November 2005.
Unterschätzen sollten die verantwortlichen Politiker, Betreiber und  Bürokraten diese Interessengemeinschaft auf keinen Fall. Denn die zwischenzeitlich mehrere hundert Personen umfassende Initiative, plant als nächsten Schritt eine großangelegte Demonstration bei einem  Rennsportereignis mit nationaler und internationaler Presse und dem Fernsehen. Dann könnte es mit dem guten Image schnell vorbei sein und einige Verantwortlichen müssten sich auf die Beantwortung  unangenehmer Fragen gefasst machen.

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Leserbrief ESA 7/09: Grundsätzliches zum Autodrom in der Region von Portimão
Auch sie gibt es: Gegner des Autodroms. Das mag verwundern in einer Zeit, in der es immer nur um größer, schneller, weiter geht, um maßlosen Konsum, Abwechslung und Vergnügungen, unendlichen Spaß, den nicht zu überbietenden Kick.
Es gibt aber die andere Seite, die sich von diesem Zirkus nicht blenden und einfangen lässt, Menschen, die auch die Folgen ei­nes solchen Treibens nicht außer Acht lassen und das Geschehen mit be­sorgtem Blick verfolgen. Das Klima verträgt keine Energie­ver­schwendung mehr nur so zum Vergnügen!
Und nicht anderes ist das Autodrom: Hier wurde schon beim Bau und wird jetzt natürlich während des Betriebs der Renn­strecke im großen Stil Energie verschwendet. Selbst nachts hält man daran fest, den hohen Energieverbrauch noch durch eine tag­helle Ausleuchtung des gesamten Geländes, die der einer Klein­stadt in nichts nachsteht, unnötig auszuweiten. Verschwen­dung ist angesagt in einer Welt der Maßlosigkeit und Gier, Rücksichtslosigkeit ihr Markenzeichen. Das kann nicht nachdrücklicher vor Augen geführt werden als durch dieses Autodrom.
Hier wird mit deiner tagelangen. z.T. unerträglichen Lärm­be­lästigung die Lebensqualität ei­ner großen Anzahl von Anwohnern und nicht wenigen Tou­risten (!) unter dem fadenscheinigen Vor­wand nationalen In­te­resses zu­gun­sten weniger privater Investo­ren und ihrer renn­sportverrückten Büttel auf der Piste zerstört. Der Krach ist un­zu­­mutbar. Er grenzt in seinen Auswirkungen, vor allem wenn er ta­ge­­lang und manchmal sogar nachts anhält, an Terror pur.
Und die Politik, die eigentlich dem Wohl der Bürger ver­pflich­tet sein sollte, ebnet den Weg für diesen Schwachsinn. Neben der Bereitstellung des Geländes und erheblicher öffentlicher Mit­tel bisher schon will die politische Mehrheit im Rat von Portimão jetzt sogar dem Betreiber zusätzlich 10 Jahre lang pro Jahr 3,1 Mio. Euros an Steuergeldern aus der Stadtkasse an Subventionen zah­len! Man stelle sich vor: Da wird eine Privatinitiative mit 31 Mio. Euros dafür bezuschusst, damit sich wenige Geschwindig­keits­fa­natiker vor einer spärlichen Zu­schauer­kulisse stundenlang im Kreis fahrend berauschen können, während es speziell in Porti­mão z.B. wegen fehlender Kapazitäten zur Klärung der städtischen Ab­wässer permanent zum Himmel stinkt oder Kinder in der kalten Jahreszeit aufgrund mangelnder Heizmöglichkeiten in den Schu­len frieren müssen, um nur zwei Beispiele heraus zu greifen, mit denen die Absurdität dieser Politik deutlich wird. Wo bleibt da die Verhältnismäßigkeit? Statt um einen verantwortlichen Umgang mit Steuergeldern, handelt es sich hier wohl eher um die Veruntreuung solcher.
Und was gibt es für ernst zu neh­mende Gegenargumente? Als Begründung für die Durch­set­zung egoistischer, d.h. privater Inte­ressen egal welcher Art durch die Po­litik bekommt man immer die gleiche Leier an Argumenten auf­ge­tischt: Arbeitsplätze, Wachs­­tum, Touristen. Kaum ein Mensch hinter­­­fragt diesen Blöd­sinn, der unsere Welt an den Rand des Ab­grunds gebracht hat, selbst jetzt nicht in Zeiten fundamentaler Krisen.
Es geht so nicht weiter wie bisher, und das Autodrom gehört noch zum „bisher“. Es ist ein Pleite­unternehmen, weil es gegen jede Vernunft verwirklicht wurde und als Denkmal für geltungs­süchtige Politiker steht. Auch weil die ver­öffentlichte Mei­nung, die bisher durch ihre Permanenz zu leicht zur öffentlichen Mei­nung wurde, häufiger durchschaut wird und ihre Dominanz verliert. Das macht Hoffnung und nicht zuletzt: auch aus Be­für­wor­tern Gegner des Autodroms!
Alarich Merker, Pinheiral

Die veröffentlichten Leserbriefe stellen nicht unbedingt die Meinung der Redaktion dar. Die Redaktion behält sich das Recht vor, eingesandte Texte zu kürzen.


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