Home Liste der Meldungen Algarve: Neue Fisch-Fabrik geschlossen

Algarve: Neue Fisch-Fabrik geschlossen




18.01.12

Algarve: Neue Fisch-Fabrik geschlossen

Vor einem Jahr wurde eine neue Fabrik des Fischereivereins der Algarve in Olhão eröffnet, doch bis heute ist sie nicht in Betrieb. Trotz der Investition von 1,3 Millionen Euro und einer Studie, laut der die Fabrik pro Jahr rund 11 Mio. Euro erwirtschaften würde fehlt eines: der Anschluss zum öffentlichen Abwassersystem. Am Hafen von Olhão befinden sich noch weitere Industriegebäude, doch hier gibt es kein Kanalsystem, die Abwässer fließen direkt in die Ria Formosa. Vor allem bei niedrigem Wasserstand kommt es deshalb zu großer Geruchsbelästigung für die Bevölkerung. Die Entsorgung von Abwässern in der Ria ist natürlich untersagt, so Valentina Calixto, Präsidentin der Administration der hydrografischen Region Algarve.
Trotz des fehlenden Kanalsystems soll eine weitere Konserven-Fabrik in Kürze in der Nähe des Hafens eröffnet werden, dafür wurden 2,5 Millionen Euro investiert, ein Teil davon aus dem EU-Fonds. Doch auch in dieser Fabrik wird ohne funktionierendes Abwassersystem nicht gearbeitet werden können. António Farinha von der Fischereigenossenschaft spricht von einer ungerechten Situation und fordert, dass das Problem bis spätestens Ende Februar gelöst werden müsse.
Brandão Pires vom Hafen- und Seeverkehrsamt IPTM sagt, dass lediglich die Verbindung von den Abwässern des Hafens zum Klärwerk fehlt. Dessen Bau war bereits im Investitions- und Entwicklungsplan der Zentralregierung 2011 vorgesehen und ist es auch in diesem Jahr, hängt jedoch noch von einer Genehmigung des Finanzministeriums ab. 
Eine provisorische Lösung würde rund 20.000 Euro kosten, für den Anschluss aller Fabriken im Hafenbereich von Olhão an das öffentliche Abwassersystem sind rund 200.000 Euro nötig.
 

Kommentar schreiben


Sicherheitscode
Aktualisieren