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Algarve: Fischer gegen Fangquoten





20.01.12

Algarve: Fischer gegen Fangquoten

Laut wissenschaftlicher Daten ist der Sardinen-Bestand vor Portugals Küste stark zurückgegangen. Daher wurde eine Schonzeit von 45 Tagen sowie eine Senkung der Fangquoten für ganz Portugal verordnet. Die Fischer der Algarve sind jedoch anderer Meinung und befürchten, dass „viele von ihnen sich den fast 14 % Arbeitslosen der Region anschließen werden“ müssen.
Die Fangquote von Barlapescas, dem Fischerverein der Westalgarve, wurde um 64 % gekürzt. „Diese Kürzung wird uns dazu zwingen, ca. hundert Arbeiter zu entlassen“, so Manuel Pinto de Abreu, Vorsitzender des Vereins. Und er erinnert daran, dass diese Maßnahme auch ihre Folge für den Fischhandel und die –Verarbeitungsindustrie haben wird. Die Vereinsmitglieder bestreiten, dass der Sardinen-Bestand zurückgegangen ist. Eine einzige Bestandsaufnahme pro Jahr sei nicht zuverlässig. Zwischen 2007 und 2011 habe sich mit der gleichen Flotte die gefangene Menge fast verdoppelt. „Wenn der Bestand so stark zurückgegangen sei, wäre dies nicht möglich gewesen“, so Abreu. Barlapescas fordert daher die Rücknahme der Fangquoten sowie die Durchführung monatlicher Bestandaufnahmen und stellt dafür sogar seine Boote samt Besatzung und Kraftstoff zur Verfügung.
 

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